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Vorbildcharakter

Projektpartner wollen elektronischen 
Kostenvoranschlag optimieren

In einem gemeinsamen Projekt haben Barmer, Sanitätshaus Aktuell AG, das Sanitätshaus Curt Beuthel und HMM Deutschland den Prozess rund um den elektronischen Kostenvoranschlag optimiert.

Ein kürzerer Zeitraum bis zur Genehmigung, Vermeidung von Absetzungen und Ausfällen, schnellerer Geldfluss, Papiereinsparungen und effektivere Kommunikation: Das sind Ergebnisse eines gemeinsamen Projekts von Barmer, Sanitätshaus Aktuell AG, Sanitätshaus Curt Beuthel und HMM Deutschland zur Optimierung des elektronischen Kostenvoranschlag (eKV). Auch in einem digitalisierten Prozess könnten gezielte Anpassungen erhebliche Potenziale heben, teilt HMM Deutschland mit. Das Projekt soll daher wegweisend für weitere Sanitätshäuser sein, insbesondere für Partnerbetriebe der Sanitätshaus Aktuell AG.

Hintergrund des Projektes: Trotz des elektronischen Kostenvoranschlags seien die durchschnittlichen Zeiten bis zur Entscheidung noch verbesserungswürdig und Absetzungen im Abrechnungsprozess an der Tagesordnung gewesen. Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren definierten die Versorgungspartner Maßnahmen zur Optimierung des Prozesses und wiesen deren positive Auswirkungen auf die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen nach. Im Fokus stand die inhaltliche Qualität des elektronischen Kostenvoranschlags. So wurden unter anderem die Rezeptdaten vor Erstellung des Kostenvoranschlags genauer geprüft, etwa hinsichtlich Diagnose, Versichertendaten und Plausibilität der Verordnung.

Auch die Laufzeiten von einzelnen Kostenvoranschlägen wurden analysiert und optimiert. Ergebnis: "Der Zeitraum von der Erstellung bis zur Genehmigung konnte von vormals durchschnittlich 15 Tagen auf rund 3,3 Tage Bearbeitungszeit reduziert werden." Infolgedessen konnten die Absetzungen gesenkt und der Geldfluss beschleunigt werden.

Dietmar Zimmer von der Sanitätshaus Aktuell AG bilanziert: "Ich hätte niemals für möglich gehalten, dass das solch weitreichende Effekte hat." Rüdiger Neumann, Geschäftsführer der Curt Beuthel GmbH, ergänzt: "Die Projektergebnisse sind erstaunlich und bestätigen unsere Bemühungen, alle Prozesse in unserem Hause auf den Prüfstand zu stellen."

Für die Beteiligten nimmt das Projekt eine Leuchtturmfunktion ein. Daher wollen sie ihre Erkenntnisse weiteren Leistungserbringern und Krankenkassen zur Verfügung zu stellen. Die Barmer will diese auch in Gespräche mit den Leistungserbringergruppen einfließen lassen.

Michael Bohl, Geschäftsführer von HMM Deutschland, freut sich über die positiven Effekte: "Die Ergebnisse zeigen, dass mit einem guten eKV viel mehr möglich ist – und das ist erst der Anfang." Auch der Abrechnungsprozess berge Einsparpotenzial, wie eine Analyse der Projektgruppe gezeigt hat: Dazu wurden die Aufwände des "klassischen" Abrechnungsprozesses denen des elektronischen Prozesses mit De-Pay, dem papierlosen Abrechnungsverfahren der HMM Deutschland, gegenübergestellt. Hier wurden rechnerisch durchschnittliche Einsparpotenziale je Versorgung von bis zu sechs Minuten ermittelt.

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Tobias Kurtz / 03.01.2018 - 15:37 Uhr

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