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Next Generation Network

RehaVital-Nachwuchs diskutiert über Krankenkassen-Management

RehaVital-Nachwuchs diskutiert über Krankenkassen-Management Das RehaVital Next Generation Network (NGN) mit den Gastgebern der azh in Viechtach (r.) sowie Bereichsleitern der RehaVital Gesundheitsservice GmbH (l.). (Foto: RehaVital)

Der Führungsnachwuchs der RehaVital tagte beim Abrechnungsdienstleister azh in Viechtach.

Das Next Generation Network (NGN) der RehaVital hat sich Ende März zu seinem ersten Sitzungswochenende in diesem Jahr getroffen. Auf Wunsch der Teilnehmer fand die Veranstaltung nicht bei einem Hersteller statt, sondern in der Niederlassung des Abrechnungsdienstleisters azh in Viechtach/Bayerischer Wald, teilt die RehaVital mit. Passend zum Gastgeber stand der begleitende Workshop unter dem Motto „Krankenkassen- und Vertragsmanagement der Zukunft“.

Bei einer Führung durch die azh-Niederlassung konnten sich die Teilnehmer des NGN-Treffens ein Bild davon machen, wie die Patientenunterlagen sortiert und verteilt werden. Großen Eindruck habe die Scanstraße gmacht. „Mir war gar nicht klar, dass doch noch so viel Papier bei den Abrechnungsstellen aufläuft“, bemerkte Tim Wöllzenmüller vom gleichnamigen Sanitätshaus. „Die digitale Bearbeitung der Daten findet tatsächlich erst im zweiten Schritt statt.“ Entsprechend ging es im anschließenden Vortrag der azh auch um die Optimierung der IT-Prozesse auf Seiten der Abrechnungsstelle sowie bei den Leistungserbringern. Durch einen optimierten Datenaustausch können Zeit und Kosten eingespart werden.

Zukunftsmarkt Krankenkasse?

Der Workshop drehte sich rund um das Thema Krankenkassenmanagement. Stefan Skibbe, Bereichsleiter Vertrieb und Krankenkassenmanagement der RehaVital, führte durch das Thema. Wie die Krankenkassen arbeiten und welche Herausforderungen sich bei Vertragsverhandlungen ergeben, waren nur zwei diskutierte Fragestellungen. Die Teilnehmer verfügten über sehr unterschiedliches Vorwissen. Manche haben durch ihre Position im elterlichen Unternehmen bereits regelmäßig mit Abrechnungsprozessen und den Krankenkassenpartnern zu tun, für andere wiederum stellte das Thema Neuland dar. Skibbe gab deshalb zuerst einen umfangreichen Überblick über den Primärmarkt der Krankenkassen. Das ernüchternde Fazit: Hier kann aus Sicht der Leistungserbringer nicht die Zukunft liegen. Skibbe zeigte daraufhin auf, wie sich Sanitätshäuser in Zukunft aufstellen können, um auch abseits der klassischen Krankenkassenverträge vertrieblich erfolgreich zu sein.

Blick über den Tellerrand angemahnt

Einen möglichen Ansatz bietet der modulare Aufbau eines Krankenkassenvertrages. Er würde eine höhere Wahlfreiheit und Attraktivität für die Krankenkassenpartner bieten. Ein Thema war auch das Cross- und Up-Selling und damit einhergehend ein neuer thematischer Fokus der Sanitätshäuser: weg vom Negativbild der Krankheit, hin zur positiven Assoziation der Gesundheit. Dabei könne man von Beispielen aus anderen Branchen lernen, so Skibbe. Was den Umgang mit der Online-Konkurrenz betreffe, lasse sich von der Elektronikbranche oder dem Buchhandel etwas abgucken. „Wir müssen dringend über den eigenen Tellerrand schauen“, betonte Stefan Skibbe. „Andere Branchen haben sich schon viel früher Herausforderungen wie der Online-Konkurrenz, dem Preiskampf oder der Digitalisierung gestellt. Es gibt viele Beispiele, die man als Inspiration für die eigene Unternehmensentwicklung gewinnbringend nutzen kann.“

Anschließend erarbeiten die Teilnehmer in Gruppen, welche weiteren Dienstleistungen die RehaVital ihren Mitgliedern im Krankenkassenmanagement bieten kann. Außerdem erstellten sie eine Strategie für das Krankenkassenmanagement von morgen. Das Ergebnis stellte alle Beteiligten zufrieden. „Die Gruppe hat eine tolle Dynamik und ist sehr offen und frisch in ihrer Denkweise“, lobte Skibbe. Teilnehmerin Vanessa Wolf (Orthopädie und Reha-Technik Wolf) ergänzte: „Es war sehr interessant, mal zu sehen, was das Krankenkassenmanagement eigentlich genau beinhaltet und was die RehaVital-Zentrale für uns leistet. Ich nehme auf jeden Fall viele neue Impulse mit, die ich bei uns im Unternehmen weiterentwickeln möchte.“

Abschließend wählte die Gruppe ihre neuen Sprecher. Dabei bestätigte sie Verena Fischer (Brillinger) als Sprecherin. Weitere Sprecher sind Marius Pohl (Häussler Medizin- und Rehatechnik), Matthias Gross und Tamara Gross (beide Sanitätshaus Lettermann).

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Tobias Kurtz / 24.04.2019 - 15:55 Uhr

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