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Resmed-Chefin fordert

Homecare-Provider in Notfallplanung einbinden

Homecare-Provider in Notfallplanung einbinden Katrin Pucknat (Foto: Resmed)

Außerklinische Intensivpflege, Hersteller von Beatmungstechnik und Homecare-Anbieter wurden in Notstandsplänen bislang nicht berücksichtigt. Resmed-Chefin Katrin Pucknat bezieht Stellung.

Katrin Pucknat, Präsidentin und Geschäftsführerin Germany bei ResMed, kommentiert in einer Mitteilung „die kritische Lage der außerklinisch beatmeten Patienten durch die Nichteinbeziehung der Homecare-Anbieter in der Krisenplanung“.

Außerklinisch beatmete Patientinnen und Patienten zählen zu der SARS-CoV-2 Risikogruppe mit besonderer Gefährdung. Während in Deutschland Sanitätshäuser oder Apotheken als systemrelevant ihren Betrieb aufrechterhalten müssen, werde die für tausende von Patienten essenzielle Stellung der außerklinischen Intensivversorgung, der Beatmungstechnik und des Bereichs Homecare in der Notstandsplanung rund um die COVID-19-Pandemie nicht berücksichtigt. „Eine Tatsache, die für Tausende von Patienten lebensgefährlich ist“, so Pucknat.

Etwa 450.000 Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen – davon ca. 85.000, die auf permanente Beatmung angewiesen sind – seien durch den Coronavirus COVID-19 im Moment besonders gefährdet. Die Patienten gehören zu verschiedensten Altersgruppen, vom Kleinkind bis zu älteren Patienten. In der Zeit vor Corona wurden sie außerklinisch versorgt. Diese lebenserhaltende Versorgung inklusive der damit verbundenen Pflege und der zugehörigen Hilfsmittelausstattung wird außerhalb des regulären Klinikbetriebs von Fachanbietern, so genannten Homecare Providern, in Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal gewährleistet. Sie entlasten in der ambulanten Pflege das Gesundheitssystem. Aber: „Ohne entsprechende Einbindung in Notfallplanung steht häusliche Versorgung vor dem Aus.“

Aktuell stehen diese Homecare Provider vor der erheblichen Herausforderung, nicht in die Notfallplanung der Behörden mit einbezogen worden zu sein. Dadurch entstehe bei vielen ein Versorgungsengpass mit Schutzanzügen und –masken, und es brechen Personalressourcen weg, da nicht in allen Bundesländern auf die Kindernotbetreuung zurückgegriffen werden könne.

Katrin Pucknat erklärt: „Die Folge ist eine Unterversorgung der ohnehin lebensbedrohlich erkrankten Menschen und deren Einlieferung in die aktuell bereits extrem belasteten Kliniken. Der Kampf um Intensivbetten wird damit unnötig verschärft. Bei entsprechend sichergestellter Versorgung durch die Homecare-Anbieter wäre diese zusätzliche Belastung der Kliniken in vielen Fällen vermeidbar. Deshalb sind die Homecare Provider in der außerklinischen Intensivpflege mit allen Mitteln zu unterstützen. Ihnen muss zum Wohle der betroffenen Patientengruppen die gleiche Relevanz zugesprochen werden wie anderen kritischen Teilnehmern der medizinischen Versorgungskette.“

Über Resmed

Resmed (NYSE: RMD, ASX: RMD) ist nach eigenen Angaben einer der Vorreiter in der Entwicklung innovativer Lösungen für die Schlaf- und Beatmungstherapie, um Patienten ein gesünderes Leben zu ermöglichen und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Versorgt werden Menschen mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, COPD und anderen chronischen Erkrankungen. Die außerklinischen Softwareplattformen unterstützen Fachpersonal und Pflegekräfte dabei, Patienten in ihrer häuslichen Umgebung oder einer Pflegeeinrichtung zu versorgen. Resmed ist in über 140 Ländern aktiv.

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