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Initiative „Faktor Lebensqualität“ begrüßt BVA-Entscheidung

Stoma-Ausschreibung: „Ohrfeige“ für DAK

Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ hat in einer Mitteilung die Entscheidung des Bundesversicherungsamtes begrüßt, der DAK-Gesundheit die Ausschreibung der Stoma-Versorgung zu verbieten.

„Das ist eine klare Entscheidung für das Wohl der Patienten und eine kräftige Ohrfeige für die DAK“, kommentierte Ben Bake von der Initiative „Faktor Lebensqualität“ den BVA-Beschluss zur Stoma Ausschreibung der DAK. Umso bedauerlicher sei die Ankündigung der Krankenkasse, gegen den Bescheid zu klagen, so der Vorstandsvorsitzende der Sanitätshaus Aktuell AG weiter. „Für die Betroffenen bedeutet das eine weitere Zeit der Unsicherheit“, so Bake. „Sie müssen nun weiter bangen, ob sie auch in Zukunft die geeignete Versorgung erhalten. Die DAK sollte auf die Klage verzichten.“

Stoma Ausschreibung widerspricht HHVG

Das Bundesversicherungsamt hatte als Aufsichtsbehörde der DAK-Gesundheit die Stoma-Ausschreibung untersagt. Es hält diese für unrechtmäßig und nicht im Einklang mit dem Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG). Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ und mehrere Betroffenen-Verbände weisen seit langem darauf hin, dass Ausschreibungen in der Stoma-Versorgung den Absichten des Gesetzgebers bei der Neufassung HHVG widersprechen.

Das HHVG untersagt Ausschreibungen, wenn Hilfsmittel individuell angefertigt werden müssen oder die Versorgung mit einem hohen Dienstleistungsanteil verbunden ist. Aus Sicht der Initiative trifft dies eindeutig auf ableitende Inkontinenz- und Stoma-Hilfsmittel zu.

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Tobias Kurtz / 08.05.2018 - 09:16 Uhr

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