„Unsere Schnupperkurse sind wie die ersten Stunden in der Fahrschule“, erläutert Antonius Köster vom gleichnamigen Unternehmen das Konzept hinter seinem Kursangebot. Wobei vor Ort in Meschede nicht nur Theorie gelehrt wird: In den Kursen machen die Teilnehmenden erste Erfahrungen mit dem Scannen, der Arbeit mit der Software Geomagic Freeform und bekommen ein Verständnis für den Sinn der digitalen Fertigung. Dazu gehören neben einem Einblick in die technischen Möglichkeiten und Tipps zur Positionierung der Patienten beim 3D Scan auch das Verständnis, wie der Datenfluss der aufgenommenen Dateien läuft. Hier wird selber ausprobiert und getestet. Am Ende jeden Kurstages steht ein fertig gedrucktes additives Objekt, welches vor Ort gedruckt wird.
Know-how und Talent miteinander verbinden
Die Kurse richten sich an alle, die herausfinden wollen, ob die digitale Fertigung zu ihnen und ihrem Unternehmen passen könnte. Sowohl Auszubildende als auch Gesellen gehören zur Zielgruppe. Denn der Umstieg auf die digitale Werkbank betreffe nicht nur die jungen Menschen. Auch Fachkräfte müssten nachgeschult werden, Werkzeuge und Techniken veränderten sich. „Wir zeigen den Teilnehmern zunächst reduzierte Inhalte und maximal drei Scanner. Es ist wichtig, dass Anfänger ein erstes Erfolgserlebnis haben, so bleiben sie dran“, sagt Antonius Köster. Nach Besuch des Kurses haben alle ein Verständnis für die Materie und können eigenständig daran weiterarbeiten. Die Idee dahinter: Die sogenannten Digital Natives und reine Handwerker zusammen manuell und digital „tüfteln“ lassen. „Wir basteln als Gesellschaft zu wenig“, so Antonius Köster. Dies sei einer der Gründe, weshalb sein Unternehmen so stark auf das Thema Fortbildung setze. Wer sich als Unternehmen nicht rechtzeitig um das Thema kümmere, könne unter Umständen mit der Abwanderung von Know-how zu kämpfen haben. Antonius Köster ist überzeugt: „Erfolg ist schneller garantiert, wenn Talente gezielt gefördert werden.“
Neben den Schnupperkursen bietet das Unternehmen auch spezielle Online-Schulungen für seine Kunden an. Diese richten sich anders als das Kennenlern-Angebot nur an einzelne Kunden, da dort konkrete Probleme aus dem Werkstattalltag besprochen werden. In Zukunft möchte Antonius Köster das Schulungsangebot weiter ausbauen. Neben weiteren Räumlichkeiten vor Ort, in denen themenübergreifende Workshops zum Beispiel gemeinsam mit einem Druckdienstleister angeboten werden könnten, wird auch der fachliche Fächer in Zukunft erweitert.