Unterstützung von Kindesbeinen an
Dank dieser Einstellung arbeitet das Unternehmen auch erfolgreich mit zahlreichen Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen: „Für die sind wir nicht nur Lieferant von technischen Lösungen, sondern wir werden ganz konkret zu Fragestellungen angefragt. Das macht uns stolz!“ Antonius Köster setzt dabei nicht nur auf die großen Namen des wissenschaftlichen Betriebs wie die FH und Uni Münster sowie Kliniken zum Beispiel in Basel und Salzburg. Er unterstützt auch gezielt MINT-Projekte für Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel in seinem Heimatort Meschede. „Wenn wir angefragt werden, packen wir unser rollendes Klassenzimmer in den Anhänger, zehn Arbeitsplätze bestehend aus vollwertigen PCs, auf denen Freeform läuft, sowie Scanner und Muster. Damit veranstalten wir Projekttage, um Auszubildende und Studenten auf die technischen Möglichkeiten aufmerksam zu machen.“ Man habe, so Antonius Köster, mit den Digital Natives Personen als Auszubildende, die den besten Zugang zu den digitalen Werkzeugen hätten. Häufig passiere es dann aber doch, dass junge Menschen aus OT-Betrieben zu ihm kämen und gezielt nach Informationen zur digitalen Fertigung fragten, weil ihre Ausbildungsbetriebe ihnen keine Möglichkeiten böten. „Je nach Größe des Unternehmens ist es eine Herausforderung, parallel zum laufenden Betrieb auf eine digitale Werkbank umzustellen. Das kostet Geld und Ressourcen, die häufig nicht zur Verfügung stehen. Manchmal scherzen wir, dass wir wesentlich mehr Aufträge bekämen, wenn wir den Anwender direkt mitliefern könnten.“ Durch Schulungsangebote will Antonius Köster Abhilfe schaffen.
Fragen an den Workflow
Für den Bereich Orthopädietechnik war das Unternehmen am ZIM-Projekt SmartOT der Rehavital und der Hochschule Ulm beteiligt, in dessen Verlauf elf Unternehmen an Best Practices gearbeitet haben. „Das war für uns ein sehr spannendes Projekt, denn wir haben keinen orthopädietechnischen Hintergrund. Mit Orthopädietechnikern zu arbeiten war interessant, weil wir mit unserer Konstruktionserfahrung anders an Problemstellungen herangetreten sind und auch mal den Workflow hinterfragt haben. Denn Prozesse, die von der traditionellen Fertigungsweise in eine digitale übergehen, bieten oftmals Optimierungsmöglichkeiten.“ Zwar ist das Projekt SmartOT inzwischen abgeschlossen, durch die neuen, größeren Räumlichkeiten kann sich Antonius Köster gut vorstellen, in den kommenden Jahren ähnliche Workshops am Standort in Meschede anzubieten.
Darüber hinaus begleitet das Unternehmen Abschlussarbeiten an Hochschulen. „Manche können es nicht nachvollziehen, wieso wir uns so stark in fachfremden Bereichen engagieren. Aber für uns ist es ein Erkenntnisgewinn, von dem wir auf lange Sicht auch profitieren.“ So ergänzt nun auch eine Absolventin der Biomedizintechnik der FH Münster mit ihrer Expertise das Team um Antonius Köster, welches in diesem Jahr auf insgesamt 13 Personen angewachsen ist.
Mehr Platz – und ein Ort fürs ganze Team
„2025 war insgesamt ein sehr spannendes Jahr für uns“, erzählt Antonius Köster im Gespräch mit GP. Denn neben den drei Neueinstellungen ist das Unternehmen in einen neuen Standort umgezogen. Der neue Standort verfügt nun über einen 90 qm großen Schulungsraum, einen Demoraum für die Scanner und weitere Möglichkeiten rund um die 3D-Technik. Dass der neue Platz dringend benötigt wird, hat sich bereits bestätigt: „Wir bekommen immer zuverlässigere Prozesse und neue Materialien, die zu kalkulierbaren Versorgungen führen. Medizintechnik und Orthopädietechnik wachsen bei uns kontinuierlich.“ Antonius Köster und sein Team werden bereitstehen, um auch die kniffeligsten Probleme zu lösen.