GP: Herr Hammerstein, Sie sind nun Geschäftsführer von Rahm und parallel von Auxilium. Wie sieht Ihr neuer Alltag aus?
Hammerstein: Herr Reiner hat Auxilium in den letzten Jahren auf eine exzellente Performance-Plattform gebracht. Auxilium wächst schneller als der Markt. Das ist kein Zufall. Wir werden die Aufgaben nach Prioritäten aufteilen. Diese gelten dann sowohl für Rahm als auch für die gesamte Auxilium-Gruppe. Grundsätzlich treffen wir strategische Entscheidungen gemeinsam. In der heutigen Zeit kann man Vertrieb und Betrieb nicht mehr trennen; jede vertriebliche Aktivität hat auch betriebliche Relevanz. Für mich bedeutet die neue Rolle, dass ich die Verantwortung für die Rahm GmbH trage und innerhalb von Auxilium die Bereiche Geschäftsentwicklung, Vertrieb, Marketing und HR verantworte. Ich werde Herrn Reiner dabei unterstützen, das Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass der Erfolg der Vergangenheit auch der Erfolg der Zukunft sein wird.
GP: Wie hat die Auxilium-Gruppe auf die Nachricht reagiert, dass ein so großes Unternehmen wie Rahm dazustößt?
Reiner: Die Reaktion war sehr positiv. Es ist Teil unserer DNA und unserer Strategie seit unserer Gründung, eine bundesweite Abdeckung zu erreichen. Rahm war das größte familiengeführte Sanitätshaus in Deutschland. Daher freut sich jeder in der Gruppe extrem, dass der Deal geklappt hat. Natürlich sind die Gesellschafter unserer anderen Unternehmen immer überrascht, weil sie die lange Anbahnungsphase nicht mitbekommen. Aber die Überraschung ist extrem positiv, weil jeder den Zugewinn an Know-how sieht, den man gegenseitig nutzen kann.
GP: Was bedeutet das für die zukünftige Entwicklung?
Hammerstein: Unsere Kernaufgabe für die nächsten 24 Monate ist es, dafür zu sorgen, dass jedes Unternehmen vom Best-Class-Bereich der anderen profitieren kann.
In den nächsten drei bis sechs Monaten werden wir unsere Roadmap für die Zukunft fertigstellen, was Marktzugänge und Geschäftsentwicklung betrifft. Wir wollen nationale Strukturen schaffen, von denen alle profitieren, ohne das Rad jedes Mal neu erfinden zu müssen. Die Möglichkeit, eine nationale Plattform aufzubauen, war unser Kernziel, und dem sind wir jetzt sehr nah.