45.000 Besucherinnen und Besucher aus 101 Ländern informierten sich nach Angaben der Messe Düsseldorf bei knapp 1.000 Ausstellenden aus 43 Ländern über Hilfsmittel, Assistenztechnologien, Mobilitätslösungen, Pflegeangebote, digitale Anwendungen und Innovationen für ein selbstbestimmtes Leben.
Ein Drittel der Besuchenden reiste aus dem Ausland an, 80 Prozent der Befragten waren Fachbesuchende. Knapp die Hälfte der Fachbesuchenden kam mit konkreten Investitionsabsichten nach Düsseldorf. Zwei Drittel informierten sich über Neuheiten und Trends; die Hälfte gab an, neue Produkte oder Geschäftspartner gefunden zu haben.
„Die Rehacare bringt in einmaliger Weise Unternehmen, Fachhandel, Versorgungspraxis, internationale Partner sowie Menschen, die Hilfsmittel nutzen, und ihre Angehörigen zusammen. Keine andere Veranstaltung verbindet diese Perspektiven so unmittelbar. Ausstellende erhalten dabei direkte Rückmeldungen aus der Community – zu Anforderungen im Alltag und zur praktischen Nutzbarkeit ihrer Lösungen“, betont Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. „Die Rehacare ist damit weit mehr als eine Produktschau: Sie ist internationaler Marktplatz und Netzwerkplattform für Austausch und bedarfsgerechte Versorgung.“
Fachprogramm und Community als starke Stimmen
In den Community-Formaten prägten Content Creatoren, Aktivisten sowie Betroffene das Messegeschehen mit ihren persönlichen Perspektiven. Stimmen wie Raúl Krauthausen, Sabrina Lorenz, Moritz Brückner, Tan Caglar und Hülya Marquardt machten sichtbar, was selbstbestimmtes Leben im Alltag konkret bedeutet.
In der Sporthalle des Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen (BRSNW) wurde Teilhabe sportlich erlebbar: Die Blindenfußballmannschaft von Fortuna Düsseldorf sowie die Para-Tischtennisspielenden Sandra Mikolaschek und Valentin Baus von Borussia Düsseldorf zeigten, wie vielfältig und leistungsstark inklusiver Sport ist.
Impulse für eine bedarfsgerechte Versorgung
Zum Messeauftakt stellte die Rehacare ihren ersten Rehacare Report 2026 „Selbstbestimmt leben – Status quo und Zukunft der Hilfsmittelversorgung in Deutschland“ vor. Die Studie rückt die Erfahrungen von mehr als 1.500 Betroffenen und Angehörigen in den Mittelpunkt und zeigt, welche zentrale Bedeutung eine bedarfsgerechte Hilfsmittelversorgung für Selbstständigkeit und Teilhabe hat. „Selbstbestimmung entsteht nicht allein durch Innovationen. Entscheidend ist, dass technische Lösungen, qualifizierte Beratung und eine verlässliche Versorgung zusammenkommen“, sagt Hannes Niemann, Director Rehacare. „Der Rehacare Report macht deutlich, wie zentral Hilfsmittel für den Alltag der Menschen sind: 95 Prozent der Befragten sehen einen positiven Einfluss auf ihr Leben. Diese Perspektive muss der Maßstab sein, wenn wir über die Zukunft der Versorgung sprechen.“
Politische und gesellschaftliche Strahlkraft
Die Messe unterstrich die hohe Relevanz von Rehabilitation, Pflege, Inklusion und Hilfsmittelversorgung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Rundgänge von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, sowie von Staatssekretär Matthias Heidmeier vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen verdeutlichten die politische Bedeutung der Messe als Plattform für Teilhabe, Versorgung und Austausch.
Die nächste Rehacare findet vom 15.9. bis 18.9.2027 in Düsseldorf statt.