Wie hat sich der Schmerz bemerkbar gemacht?
„Vor allem beim Treppensteigen, insbesondere nach unten. Auch beim schnellen Laufen hat es richtig ins Knie gestochen. Teilweise musste ich die Bewegung sogar abbrechen. Das war beunruhigend! Anfangs dachte ich noch, das Problem käme vom Lauftraining. Erst später, bei der Analyse mit meinem langjährigen Physiotherapeuten, zeigte sich, dass die Ursache woanders lag: Mein neues Rennrad war noch nicht optimal eingestellt. Schon kleine Veränderungen an der Sitzposition können bei den hohen Trainingsumfängen im Triathlon zu Fehlbelastungen führen. Demzufolge wurde bei mir das Pes anserinus-Syndrom (schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze an der Knieinnenseite) diagnostiziert. Zwei Wochen lang habe ich deshalb die Knieorthese Genumedi PA von Medi getragen.“
Wie fanden Sie die Knieorthese?
„Nachdem die akuten Schmerzen nachgelassen hatten, habe ich die Orthese schrittweise immer länger getragen – zunächst stundenweise, später über den gesamten Tag. Im Alltag hat sie mich optimal unterstützt und mir Stabilität und Sicherheit gegeben. Besonders beim Hinabgehen von Treppen hatte ich das Gefühl, mein Knie wird besser geführt und ich mache keine ungünstigen Bewegungen mehr.“
Für begleitende Übungen liegt der Genumedi PA ein Trainingsband bei. Haben Sie dies genutzt?
„Ja, ich bin überzeugt, dass aktive Mitarbeit entscheidend ist. Die Übungen mit dem Trainingsband habe ich jeden Tag gemacht – und waren für mich eine sinnvolle Ergänzung. Seit Jahren setze ich auf konsequentes Athletik- und Krafttraining sowie gezielte Präventionsübungen. Parallel dazu habe ich einen strukturierten Rückkehrplan absolviert, bei dem die Belastung Schritt für Schritt gesteigert wurde. Es war wichtig, jeden Tag ehrlich zu schauen, wie sich das Knie anfühlt – und bei vermehrten Schmerzen wieder einen Schritt zurückzugehen.“
Wie wichtig ist die mentale Seite bei einer Verletzung?
„Sehr wichtig. Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und setze mich oft selbst unter Druck. Deshalb beschäftigt mich eine Verletzung auch mental. Die Orthese hat mir auch da Vertrauen gegeben: Man merkt irgendwann, die Schmerzen sind weg, aber im Kopf ist die Unsicherheit noch da. Mit der Orthese fiel es mir leichter, wieder ganz normal zu laufen.“
Wann haben Sie gemerkt, jetzt geht es wieder bergauf?
„Vier Tage vor dem traditionellen Maisel‘s FunRun in Bayreuth konnte ich zum ersten Mal wieder schneller laufen – und wusste, ich bin dabei. Die Veranstaltung ist fester Bestandteil meines Saisonplans und es wäre schade gewesen, wenn ich sie verpasst hätte. Natürlich möchte man immer vorne mitlaufen und ich bin stolz, bei der Mannschaftswertung der Frauen den Viertelmarathon mit meinen Mädels vom Verein gewonnen zu haben ebenso wie die Einzelwertung beim 5-km-Lauf. Aber diesmal war ich einfach unglaublich dankbar, überhaupt wieder an der Startlinie zu stehen.“
Was würden Sie anderen Menschen raten, die mit ähnlichen Beschwerden oder Verletzungen kämpfen?
„Vor allem aktiv bleiben, soweit es möglich ist. Ich würde jedem empfehlen, regelmäßig Kraft- und Athletiktraining zu machen und auf den eigenen Körper zu hören. Wer seine Schwachstellen kennt und gezielt daran arbeitet, kann viele Probleme vermeiden. Und wenn Beschwerden auftreten, sollte man sich gute Unterstützung suchen, sei es durch Physiotherapeuten, Trainer oder anderes Fachpersonal. Man muss nicht Leistungssportler sein, um von gezielten Übungen und einer guten Betreuung zu profitieren.“