Im Zuge des Vorfalls wurden Teile der IT-Systeme verschlüsselt und am 22. Juli 2026 wurde festgestellt, dass auch Daten abgeflossen sind, teilt die Rehavital mit. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls seien die betroffenen Systeme vorsorglich vom Netzwerk getrennt sowie die vorgesehenen Notfall- und Krisenprozesse aktiviert worden.
Zur Aufklärung des Vorfalls arbeitet die Rehavital seit dem ersten Tag eng mit einem zertifizierten IT-Forensik- und Cybersicherheitsdienstleister zusammen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Unternehmensdaten sowie personenbezogene Daten verschiedener Personengruppen betroffen, so die Leistungserbringer-Gruppe. Hierzu könnten unter anderem Kontaktdaten von Ansprechpartnern bei Mitgliedsbetrieben, Geschäftspartnern, Dienstleistern und Kooperationspartnern sowie Medienvertreterinnen und Medienvertretern gehören.
Die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg wurde gemäß Art. 33 DSGVO informiert. Darüber hinaus wurden die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamts Hamburg sowie weitere zuständige Stellen eingebunden.
Nach aktuellem Kenntnisstand lägen keine Hinweise dafür vor, dass die abgeflossenen Daten missbräuchlich verwendet wurden. Gleichwohl könne ein zukünftiger Missbrauch – beispielsweise durch Phishing-E-Mails, Social-Engineering-Angriffe oder betrügerische Kontaktaufnahmen – nicht ausgeschlossen werden. Die Rehavital empfiehlt daher allen Betroffenen, bei auffälligen E-Mails, Anrufen oder Nachrichten mit Bezug zu Rehavital besondere Vorsicht walten zu lassen, insbesondere wenn persönliche Informationen abgefragt oder ungewöhnliche Handlungen, wie die Änderung von Bankverbindungen oder Zahlungsanweisungen, verlangt werden. Verdächtige Nachrichten sollten nicht beantwortet und enthaltene Links oder Anhänge nicht geöffnet werden.
Aufgrund der vorsorglichen Abschaltung einzelner IT-Systeme komme es derzeit weiterhin zu Einschränkungen einzelner digitaler Services sowie der Arbeitsabläufe in der Geschäftsstelle. Gemeinsam mit externen Spezialisten arbeitet die Rehavital mit höchster Priorität an der sicheren Wiederherstellung der Systeme. Dabei habe die Sicherheit der IT-Infrastruktur und der Schutz der verarbeiteten Daten Vorrang vor einer möglichst schnellen Wiederinbetriebnahme.
„Die Sicherheit der uns anvertrauten Daten und das Vertrauen unserer Mitglieder, Partner und weiterer Betroffener haben für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall außerordentlich und arbeiten gemeinsam mit externen IT-Sicherheitsexperten und den zuständigen Behörden mit Hochdruck daran, die Folgen des Angriffs vollständig aufzuklären und unsere Sicherheitsmaßnahmen weiter zu stärken. Über wesentliche neue Erkenntnisse werden wir transparent informieren“, erklärt Jens Sellhorn, Geschäftsführer der Rehavital Gesundheitsservice GmbH.