Auf Einladung des BMWi zeigte der Spitzenverband der Orthopädie-Technik, was das Handwerk für die Lebensqualität in Deutschland leisten kann. Besucher konnten mit anschnallbaren Prothesen erleben, wie es sich anfühlt, auf künstlichen Gliedmaßen zu laufen. Die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik in Dortmund (BUFA) stellte die Exponate und Selbsterfahrungs-Prothesen zur Verfügung. "Die großen und kleinen Besucher konnten so einmal erleben, welche Herausforderungen das Tragen einer Prothese an den Anwender stellt. Außerdem haben wir mit der Aktion erfolgreich dazu beigetragen, Berührungsängste abzubauen", erklärte Olaf Kelz, Vize-Präsident des Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT).
Martin Sinell, Geschäftsführer der Landesinnung Berlin-Brandenburg, freute sich ebenfalls über das große Interesse seitens der Besucher: "Solche Veranstaltungen bieten auch wunderbare Gelegenheiten, Interesse an unserem Beruf zu wecken. Die Orthopädie-Technik und der Sanitätsfachhandel bieten tolle Berufschancen mit vielen Möglichkeiten. Von der Lehre bis zum Studium – von der Werkbank bis zum Forschungslabor."
Peter Schumacher unterstützte das Team des BIV-OT mit seinen Erfahrungen im praktischen Umgang mit einer Unterarmprothese. Dem studierten Medientechniker fehlt von Geburt an der linke Unterarm. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen stellte er sich den Blicken und Fragen der Besucher, führte die verschiedenen Funktionen seiner Prothese vor und erklärte die besondere Versorgung durch seinen Orthopädie-Techniker. Darüber hinaus hatte die BUFA den Stand des BIV-OT mit einem Korsett in Leoparden-Optik, einer Unterschenkel- und einer Oberschenkelprothese versorgt, die die Gäste magisch anzuziehen schienen. Vor allem das Skoliose-Korsett im Wildkatzen-Look sorgte für viel Betrieb am Stand, teilte der BIV-OT mit.