Hält die Hilfsmittelbranche ohne Schutzschirm durch? Verschärft die Medical Device Regulation (MDR) die Situation der Bürokratie? Wie stellt sich Versorgungsqualität in einem neuen Kontext dar? Welche Ideen bringt der Blick über die Grenze – wie sieht die globale Perspektive auf die gegenwärtigen Herausforderungen aus? Über Wege für die qualitätsgesicherte Hilfsmittelversorgung in einer „neuen Normalität“ wollen internationale Fachleute vom 27. bis 29. Oktober 2020 auf der OTWorld.connect diskutieren. Die vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) ausgerichteten Podien und Gesprächsrunden testen den Gedankenaustausch unter veränderten Bedingungen – auf der OTWorldOnSite vor Ort in Leipzig und zugleich digital im neu konzipierten Hybridformat OTWorldOnAir.
Die Podiumsdiskussion „Das neue Normal: Versorgungsqualität nach Corona“ am 27. Oktober (13.00 bis 14.00 Uhr) stellt am ersten Tag der OTWorld.connect ganz grundsätzliche Fragen zur künftigen Ausrichtung im Gesundheitswesen. Vertreterinnen und Vertreter namhafter Verbände und Organisationen beleuchten den Einfluss der Corona-Pandemie auf die Zukunft der flächendeckenden Hilfsmittelversorgung, debattieren unter anderem über Auswirkungen auf den Leistungskatalog der Krankenkassen sowie die Krisentauglichkeit des Gesundheitssystems.
Die Erfahrungen aus der Corona-Krise resümiert das Podium „Hilfsmittelversorgung: #systemrelevant“ mit Vertreterinnen und Vertretern führender Leistungserbringer-Vereinigungen am 28. Oktober (11.00 bis 12.00 Uhr).
Mit der Medizinprodukte-Verordnung (MDR) im deutschen und europäischen Kontext befasst sich das politische Podium „Die MDR kommt auf jeden Fall – ist die Branche ausreichend vorbereitet?“ am Nachmittag des 28. Oktober (14.45 bis 15.45 Uhr) – unter anderem mit Teilnehmenden aus EU-Parlament, Bundesgesundheitsministerium sowie von Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung.
Im Mittelpunkt der Diskussion „Wie geht’s der Branche? Was sagen Zahlen, Daten und Fakten?“ am 29. Oktober (11.00 bis 12.00 Uhr) stehen aktuelle Studiendaten und Befragungsergebnisse sowie der daraus abgeleiteten branchenpolitischen Weichenstellungen.
Wie unterschiedlich sich Versorgungsqualität weltweit darstellt, diskutiert das politische Podium „Fokus Welt: Versorgungsqualität international – Corona-Krise und andere Herausforderungen“ am Nachmittag des 29. Oktober (14.45 bis 15.45 Uhr), politisch hochkarätig besetzt von Vereinten Nationen (UNO) bis Bundesgesundheitsministerium.
Ergänzt werden die Podien an allen drei Veranstaltungstagen von unterhaltsamen Gesprächsrunden mit wechselnden Gästen im Studio-Format. In gelöster Atmosphäre kann das Fachpublikum dabei in den hybriden Dialog mit den geladenen Gästen treten. Gastgeber ist BIV-OT-Präsident Alf Reuter.
Geplant sind die Themen: „Hybrid ist das neue vor Ort: Neue Zeiten erfordern neue Konzepte (27.10., 9.15 Uhr), „Werden wir wahrgenommen? Die Relevanz im System“ (28.10., 9.15 Uhr), „Erst kommt Corona, dann die MDR“ (28.10., 16.15 Uhr) und „Versorgungsqualität – wer zahlt nach Corona die Zeche?“ (29.10., 9.15 Uhr).
Zum Abschluss (29.10., 16.15 Uhr) begrüßen die aktuellen Kongresspräsidenten Prof. Dr. Christoph Josten, medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, und Diplom-Orthopädietechniker-Meister Michael Schäfer, Geschäftsführer Pohlig GmbH, die neue Kongresspräsidentschaft der OTWorld 2022: „Stay connected! OTWorld in Dauerschleife”.