Die IKK classic und der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) sind sich laut einer Mitteilung einig: Versorgungsqualität und eine angemessene Vergütung sind keine Gegensätze. Dies beweisen die beiden Parteien mit ihrem neuen Vertrag im Fachbereich Orthopädie-Technik (OT).
„Gemeinsam mit der IKK classic haben wir letztlich eine konstruktive Verhandlung erlebt, die mit einem äußerst zufriedenstellenden Ergebnis beendet wurde. Der demnächst in Kraft tretende neue OT-Vertrag zeigt deutlich, dass Versorgungsqualität für die Versicherten und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können“, betont Albin Mayer, Vizepräsident des BIV-OT und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Die neue Vereinbarung startet zum 1. Juli 2021 und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Bis dahin gilt der bisherige OT-Vertrag weiter, der ursprünglich mit Wirkung zum 30. März 2021 vom BIV-OT gekündigt worden war.
Erhöhung des Stundenverrechnungssatzes vereinbart
In dem neuen OT-Vertrag sind eine Erhöhung des Stundenverrechnungssatzes für die individuelle Versorgung von 61,50 auf 65,00 Euro und ab dem zweiten Jahr auf 66,50 Euro sowie eine dynamische Preissteigerung von 2,5 Prozent ab dem dritten Jahr über sämtliche Produktgruppen hinweg festgeschrieben. „Insbesondere mit der Anpassung des Stundenverrechnungssatzes und der dynamischen Steigerungsrate von 2,5 Prozent ab dem 3. Jahr bekennt sich die IKK classic zu einer qualitätsgesicherten Versorgung, die eine auskömmliche Arbeit für unsere Betriebe ebenso wenig außer Acht lässt“, so Mayer.
Ferner sei die Umsetzung des aktuellen Hilfsmittelverzeichnisses in der PG 24 (Prothesen) ein großer Erfolg. Mayer: „Die IKK classic folgt dem neuen Handbuch in der PG 24 und steigert hier bewusst die Versorgungsqualität. Für den Willen zur Kontinuität in der Hilfsmittelversorgung steht zudem die zwischenzeitliche, rechtlich bindende Fortgeltung des bisherigen Vertrags für den Bereich OT und alle hiervon erfassten Produktsegmente bis 30. Juni 2021, die wir ebenfalls vereinbart haben.“
Die Verhandlungen im Namen des BIV-OT führte Albin Mayer. Seine Verhandlungspartner seitens der IKK classic, die rund 3,1 Millionen Versicherte vertritt, waren Carsten Breitenkamp, Leiter des Bereichs Zentrale Aufgaben und Vertragspolitik Sonstige Leistungserbringer, Jörg Klinzing, Leiter des Geschäftsbereichs Sonstige Leistungserbringer, und Dominik Tatura, Referent für Hilfsmittelverträge. Die Gespräche liefen seit Dezember 2020.
„Wir freuen uns, dass wir mit dem BIV-OT in guter Atmosphäre einen wirtschaftlich angemessenen Vertrag abschließen konnten, der unseren Kunden nachhaltig eine Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln auf hohem qualitativen Niveau garantiert. Als Innungskrankenkasse schätzen wir die handwerkliche Expertise des Vertragspartners sehr und sind sicher, dass auch unsere Versicherten von einer auf die individuellen Bedürfnisse angepassten Versorgung profitieren werden“, sagt Jörg Klinzing.
Als Mandatgeber schließt der Vertrag auch die Leistungserbringergruppen und Verbände Cura-San, Egroh, Landesinnung Orthopädieschuhtechnik (LIOST) Niedersachsen/Bremen, LIOST Bayern, Reha-Service-Ring, RehaVital, Sanitätshaus Aktuell sowie den Zentralverband Gesundheitshandwerk Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) ein.