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Hilfsmittel

BIV-OT und hkk schließen OT-Vertrag ab

Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) und die gesetzliche hkk Krankenkasse haben einen neuen vollumfänglichen OT-Vertrag vereinbart.

Durch die Umsetzung dieses Vertrags sei die hkk die erste gesetzliche Krankenkasse, mit der der BIV-OT die neue Struktur des Hilfsmittelverzeichnisses nach Fortschreibung der PG 24 umgesetzt hat, teilt der BIV-OT mit. Geltungsbeginn ist der 1. August 2020. Die Laufzeit ist auf unbestimmte Zeit mit einer Mindestlaufzeit von drei Jahren festgelegt. Ebenfalls beschlossen wurde eine Preisstaffelung nach dem ersten Jahr.
„Nach langen, konstruktiven und zielorientierten Gesprächen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der neue Vertrag mit der hkk gewährleistet eine qualitätsgesicherte Patientenversorgung, die unsere mittelständisch organisierten Betriebe flächendeckend wirtschaftlich sehr gut umsetzen können“, meint Albin Mayer, Vizepräsident und Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender des BIV-OT, über den Vertragsabschluss.

Der Rahmenvertrag regelt die Versorgung mit Hilfsmitteln des orthopädie-technischen Bereichs gemäß § 127 Abs. 1 SGB V. Er umschließt die Produktgruppen (PG) 02 (Adaptionshilfen), 05 (Bandagen), 08 (Einlagen), 10 (Gehhilfen), 17 (Hilfsmittel zur Kompressionstherapie), 23 (Orthesen), 24 (Beinprothesen) und 37 (Brustprothesen).

BIV-OT: hkk ist „Vorreiter“

Im Jahr 2019 wurde die neue Struktur in der PG 24 im Hilfsmittelverzeichnis durch den GKV-Spitzenverband umgesetzt. Albin Mayer, Verhandlungsführer seitens der Leistungserbringer, bewertet diese Entwicklung positiv: „Die Komplexität und der Fortschritt in der Orthopädie-Technik sowie dementsprechend weiterentwickelte Versorgungskonzepte stellen neue Anforderungen an das Fach. Die Neustrukturierung des Hilfsmittelverzeichnisses in der PG 24 seitens GKV-Spitzenverband war dringend geboten. Die Einigung definiert aus heutiger Sicht, wie eine Versorgung der unteren Extremität auf dem Stand der Technik flächendeckend gewährleistet werden kann und sollte. Mit dieser Einigung ist die hkk ein Vorreiter. Aber auch in den anderen Versorgungsbereichen können die Versicherten der hkk künftig auf eine qualitativ hochwertige Versorgung vertrauen. Die Verhandlungen waren konstruktiv und zielführend – die Einigung bildet einen optimalen Kompromiss mit der alle Seiten wirklich sehr zufrieden sein können.“

Julia Reincken, Verhandlungsführerin seitens der hkk, ist ebenfalls über das Ergebnis erfreut: „Mit der Einigung können unsere Versicherten auf eine qualitativ hochwertige Versorgung mit Hilfsmitteln zurückgreifen. Uns ist es besonders wichtig, unsere Mitglieder an den Fortschritten, die gerade in der technischen Orthopädie immens sind, teilhaben zu lassen. Daher freut es uns, dass wir nach intensiven, teils kontroversen Vertragsverhandlungen, einen umfangreichen, qualitativ guten Vertrag schließen konnten, in dem die gesetzlichen Neuerungen sowie innovative Versorgungs- und Verwaltungsabläufe verankert wurden.“

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