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Einstieg in den 3D-Druck leicht gemacht

Guided Tour auf der Formnext

Wer die additive Fertigung in seinem Business nutzt, weiß Bescheid. Für alle, für die das Thema noch ein Buch mit sieben Siegeln darstellt, erklären Lais Kriwat, Kriwat GmbH und Dennis Opielka, Druckerfachmann.de, was die neue Technologie so besonders macht und wie der Einstieg gelingen kann.

  • 31.10.2024
  • Laura Klesper
  • 1 Minute

Dennis Opielka, Druckerfachmann.de (Foto: druckerfachmann.de)

Dennis Opielka, Druckerfachmann.de (Foto: druckerfachmann.de)

Antworten Dennis Opielka, druckerfachmann.de:

Welche Rolle spielt die Formnext für dein Business?
Dennis Opielka: Die Formnext ist für uns eines der bedeutendsten Messen im Bereich der additiven Fertigung und ein zentraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Sie bietet die perfekte Bühne, um die neuesten Technologien und Entwicklungen aus erster Hand zu sehen und zu erleben. Für uns in der Orthopädietechnik ist es entscheidend, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, um unseren Kunden innovative und maßgeschneiderte Lösungen bieten zu können. Die Formnext ermöglicht uns den direkten Austausch mit Herstellern, Anbietern und Fachleuten aus aller Welt. So können wir nicht nur wertvolle Partnerschaften aufbauen, sondern auch unser Netzwerk erweitern und Ideen für zukünftige Projekte sammeln. Zudem ist der direkte Austausch mit Bestandskunden und Interessenten enorm wichtig. Kurz gesagt, die Formnext ist für uns das Herzstück, um Innovationen zu entdecken und sie erfolgreich in unser Geschäft zu integrieren.

Wie gelingt der ideale Einstieg in die additive Fertigung?
Dennis Opielka: Der ideale Einstieg in die additive Fertigung beginnt mit einem soliden Basiswissen. Es ist wichtig, sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Druckverfahren wie FDM, SLS, SLA und MJF zu verschaffen und zu verstehen, welche Materialien für meine, im Betrieb gewünschten Anwendungen geeignet sind. Ein Grundverständnis der 3D-Druckprozesse und der Materialeigenschaften bildet die Basis. Danach sollte man in die Praxis einsteigen, am besten durch kleinere Projekte, bei denen man die grundlegenden Abläufe kennenlernt. Das bedeutet, selbst Hands-on-Erfahrungen zu sammeln, eigene Hilfsmittel zu entwerfen und zu drucken, und dabei verschiedene Parameter auszutesten. Workshops, Kurse und Schulungen helfen, einen tieferen Einblick zu bekommen, und bieten die Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen. Genau hier setzt auch unser eigenes Schulungsprogramm an: Es ermöglicht Anfängern, aber auch Experten, in einer strukturierten und praxisnahen Umgebung die Grundlagen und tiefergehende Expertise der additiven Fertigung zu erlernen und sicher anzuwenden.

Welchen einfachen Tipp kannst du Anfängern mit auf den Weg geben?
Dennis Opielka: Ein einfacher, aber wesentlicher Tipp ist: Hab keine Angst, Fehler zu machen und bleib geduldig. In der additiven Fertigung lernt der Mensch durch Ausprobieren und stetiges Anpassen der eigenen Herangehensweise. Beginnt mit kleinen, einfachen Projekten, um das Grundverständnis für die Technologie und deren Möglichkeiten zu entwickeln. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die ersten Drucke nicht perfekt sind, das gehört zum Lernprozess. Wichtig ist, aus den Fehlern zu lernen und sich kontinuierlich zu verbessern. Ein weiterer Tipp ist, sich von Anfang an mit einer Community oder einem Netzwerk aus Gleichgesinnten, wie unsere LinkedIn Gruppe „3D Druck in der Orthopädietechnik“ zu verbinden, sei es online oder offline. Der Austausch mit anderen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, kann viele hilfreiche Tipps und Tricks offenbaren und den Lernprozess beschleunigen.

Lais Kriwat, Kriwat GmbH (Foto: Kriwat GmbH)

Lais Kriwat, Kriwat GmbH (Foto: Kriwat GmbH)

Antworten Lais Kriwat, Sanitätshaus Kriwat:

Welche Rolle spielt die Formnext für dein Business?
Lais Kriwat: Die Formnext ist für uns ein sehr wichtiges Event, um auf dem neuesten Stand der 3D-Drucktechnologie zu bleiben, Markttrends zu erkennen und uns mit weltweiten Experten auszutauschen. Dies bietet uns den entscheidenden Vorteil, über den Tellerrand hinauszuschauen und in unserer Branche einen Schritt voraus zu sein.

Wie gelingt der ideale Einstieg in die Additive Fertigung?
Lais Kriwat: Der ideale Einstieg beginnt mit Erfahrungsberichten von Branchenexperten, die sich schon jahrelang mit dem 3D-Druck beschäftigen. Mit deren Erfahrungen kann am besten ein Plan entwickelt werden, welcher Scanner, welche Modelliersoftware und welcher Drucker optimal für das Unternehmen und die Zielgruppe ist. So spart man Zeit und Nerven.

Welchen einfachen Tipp kannst du Anfängern mit auf den Weg geben?
Lais Kriwat: Eine gute Planung ist extrem wichtig. Man sollte sich nicht blind in die Technologie stürzen, sondern von Anfang an überlegen, wofür die 3D-Technologie genutzt werden soll und welchen Nutzen das Ergebnis für den Patienten haben soll.
Ein wichtiger Tipp ist, die Hilfe von Experten anzunehmen. Außerdem gibt es oft die Möglichkeit, kostenlose Testdrucke durchführen zu lassen, die das 3D-Projekt schnell voranbringen.

Um orthopädischen Betrieben einen prägnanten Überblick über die Messe und zum Einstieg in die Additive Fertigung zu bieten, veranstaltet GesundheitsProfi am 20. November ab 13 Uhr eine Guided Tour über die Messe. Treffen Sie die 3D-Experten Dennis Opielka, Druckerfachmann.de, und Lais Kriwat, Kriwat GmbH, sowie die GP-Redaktion und tauschen Sie sich mit ausgewählten Ausstellern aus. Die Tour über die Messe verläuft anhand der Customer-Journey während der Versorgung und dauert circa anderthalb Stunden.

Laura Klesper|Redaktion GesundheitsProfi

Headerfoto: Copyright: Mesago / Mathias Kutt

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