Die Belegschaften altern, es mangelt an Fachkräften. Diese Entwicklungen verleihen einem bedarfsgerechten Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) Wind unter den Flügeln, ist man bei Bauerfeind überzeugt. Im Jahr 2010 startete der Hilfsmittelspezialist daher mit dem Aufbau eines eigenständigen Bereichs und erarbeitete pragmatische und auf Zielgruppen ausgerichtete BGM-Maßnahmen für Unternehmen. Vor allem für Orthopädieschuhtechniker bietet der Markt Chancen, sich als Gesundheitsversorger zu profilieren, ist Anja Metzner überzeugt. Sie leitet den Bereich seit dem 1. Januar 2022.
Kontaktreduzierungen, Homeoffice, strikt voneinander getrennte Produktionsschichten: Die Corona-Pandemie hat die Organisation der Arbeitswelt auf den Kopf gestellt – und damit auch das externe BGM von Bauerfeind. „Die Pandemie hat Präsenztermine verhindert“, berichtet Anja Metzner im Gespräch mit GP. Doch für 2022 zeigt sie sich optimistisch: „Die Pandemie kann die grundsätzliche Nachfrage nicht aufhalten oder gar stoppen. Und aktuell steigt die Nachfrage stetig, weil der Bedarf geblieben ist. Die Unternehmen möchten Maßnahmen durchführen, über den Sanitätsfachhandel kommen Nachfragen, und auch die Krankenkassen organisieren wieder Aktionstage. Das wird so bleiben, denn der demografische Wandel spricht eine eindeutige Sprache – und somit auch für das BGM.“
Die BGM-Angebote von Bauerfeind sind eine bewusste Ergänzung der bestehenden Versorgung. Denn Anja Metzner macht auf ein grundsätzliches Problem aufmerksam: „Das Gesundheitssystem in Deutschland ist sehr gut, aber wenn wir mal an uns selbst denken: Wann gehen wir zum Arzt? Meistens erst, wenn bereits eine Erkrankung vorliegt. Wir setzen mit unseren BGM-Angeboten daher ganz bewusst bereits im Vorfeld an. Mit unseren Präventionsmaßnahmen soll die Gesundheit der Arbeitnehmer erhalten werden.“
Besondere Aufmerksamkeit werde dabei auf die Füße gelegt. „Hier können wir gemeinsam mit unseren Qualitätspartnern, den Orthopädie(schuh)technikern, deutschlandweit Gesundheitsdienstleistungen anbieten“, führt die 40jährige Betriebswirtin aus, die seit 2014 für Bauerfeind tätig ist.
„Wir stellen den Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen den Betrieben und Orthopädieschuhtechnikern her. Den meisten Betrieben ist nicht bewusst, dass Orthopädieschuhtechniker auch Fußdruckmessungen anbieten und welchen Mehrwert das für die Mitarbeiter bietet. In einer fachkundigen Beratung werden dem Arbeitnehmer wichtige Hinweise zum aktuellen Zustand gegeben. Die Teilnehmer der Maßnahmen wissen den kompetenten Rat sehr zu schätzen.“
Anja Metzner, Bauerfeind
Chance mit Einlagenversorgung von Sicherheitsschuhen
Die meisten BGM-Maßnahmen sind freiwillige Maßnahmen. Von daher stellt die Einlagenversorgung von Sicherheitsschuhen im Arbeitsschutz eine Besonderheit dar. Sie ist gesetzlich geregelt. „Hinter diesem Thema versteckt sich sehr großes Potential“, weiß Anja Metzner. Sie kennt aber auch die Herausforderung in der Praxis: „Wegen des speziellen Versorgungsweges tun sich einige Betriebe und Orthopädieschuhtechniker schwer auf diesem Gebiet. (…).
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