Nach dem Bau einer Energiezentrale und der Erweiterung der Zentrallogistik setzt Bauerfeind den Ausbau seines Hauptstandortes in Zeulenroda konsequent fort: Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben weitere rund 50 Millionen Euro in neue Fertigungs- und Lagerhallen sowie in ein Funktionsgebäude. Baubeginn ist Anfang Juni, die Fertigstellung im Frühjahr 2028 vorgesehen.
Geplant ist ein Hallenkomplex, bestehend aus einer Produktionshalle mit integriertem Innovationszentrum sowie einem direkt angeschlossenen Rohwarenlager. Ergänzt wird das Ensemble durch einen architektonisch prägnanten Solitärbau. Dieser enthält ein neues Mitarbeiterrestaurant sowie multifunktionale Flächen für Meetings, Schulungen und Konferenzen – schräg gegenüber dem weithin sichtbaren Bauerfeind-Tower als wesentlichen Fixpunkt des Geländes.
Entwicklung zu einem Campus
Neben den Gebäuden wird auch das Umfeld neu gestaltet. Eine zentrale Promenade, großzügige Grünflächen und ein Park verbinden die Bestands- und Neubauten zu einem modernen Campus. Ein besonderer Akzent ist der sogenannte „Triebeswall“, eine modellierte Anhöhe, die als naturnaher Aufenthalts- und Bewegungsraum für die Mitarbeitenden dient.
Anhaltend positive Geschäftsentwicklung
Mit den neuerlichen Investitionen reagiert das Unternehmen auf die seit Jahren steigende Nachfrage nach seinen Bandagen, Orthesen, orthopädischen Einlagen und Kompressionsprodukte. Mit 18 Vertriebs-Tochtergesellschaften und 70 Distributoren weltweit setzt das Unternehmen aktuell rund 430 Mio. Euro um.
Um diesem Wachstum gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, baut Bauerfeind seine Kapazitäten gezielt aus: Bereits seit September 2025 entsteht in Zeulenroda eine neue Energiezentrale. Sie soll den Standort in Zukunft mit ausreichend Strom versorgen. Parallel dazu wird seit November 2025 das Zentrallager in zwei Bauphasen erweitert und modernisiert. Insgesamt investiert die Bauerfeind AG damit bis zum Frühjahr 2028 rund 100 Millionen Euro in die Zukunft des zentralen Firmenstandortes.
„Das ist ein langfristiges Bekenntnis zu unserem Kerngeschäft, zum Standort Deutschland, zur Stadt Zeulenroda und insbesondere zu den Menschen hier“, erklärt Rainer Berthan, Vorstandsvorsitzender der Bauerfeind AG. „Alles, was wir hier bei Bauerfeind an Dynamik gerade erleben, ist nicht selbstverständlich. Diese außerordentliche Entwicklung, diese großen Investitionen, dieses Vertrauen und auch der Mut, der da zum Ausdruck kommt, sind nicht weit verbreitet gerade. Wir befinden uns damit in einer bemerkenswerten Situation, mit der wir auch verantwortungsbewusst umgehen werden.“
Die Investitionen sollen einerseits bestehende Arbeitsplätze bei Bauerfeind sichern. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen angesichts des demografischen Wandels und des weiteren Wachstums auch künftig mit zusätzlichem Personalbedarf an seinen drei Produktionsstandorten in Zeulenroda, Gera und Remscheid.