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Fachmesse in Düsseldorf

Gute Frequenz auf der Rehacare 2018

Gute Frequenz auf der Rehacare 2018 Mobilitätslösungen standen auf der Rehacare 2018 im Mittelpunkt des Interesses. (Foto: Messe Düsseldorf / Constanze Tillmann)

50.600 Besucher kamen nach Angaben der Messe Düsseldorf zur internationalen Fachmesse für Rehabilitation und Pflege in Düsseldorf.

Innovationen rund um Rehabilitation und Pflege sorgten bei der Rehacare 2018 für volle Messehallen. 50.600 Betroffene, ihre Angehörigen sowie internationale Branchenexperten informierten sich bei der Rekordzahl von 967 Ausstellern aus 42 Ländern über Hilfen, die Menschen mit Behinderung, Pflegebedarf und im Alter ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Damit verzeichnet die Fachmesse auch bei der Besucherzahl ein Spitzenergebnis. „Wie man mit Behinderung, bei Pflegebedarf und auch im Alter seinen Alltag aktiv und eigenständig bewältigen kann, zählt zu den zentralen Fragen unserer Zeit. Die demografische Entwicklung, die damit verbundene Pflegeproblematik, aber auch die wachsenden Ansprüche der Betroffenen an Autonomie und Teilhabe treiben den Markt dazu an, immer leistungsfähigere Hilfen für nahezu jedes Handicap und jede Zielgruppe anzubieten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Digitalisierung, die die Entwicklung barrierefreier Produkte fördert und damit mehr Inklusion möglich macht,“ kommentiert Horst Giesen, Global Portfolio Director Health and Medical Technologies, Messe Düsseldorf, das Ergebnis der Rehacare 2018. Die Aussteller zeigten viele individuelle Lösungen von Startups, hinter denen oft die Idee stand, eigenen Angehörigen das Leben zu erleichtern.

Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe), lobte die Vielfalt und Qualität des Angebots in den Messehallen. „Wer sich einen Überblick über die Hilfen verschaffen möchte, die Menschen mit Behinderung heute zur Verfügung stehen, kommt an der Rehacare nicht vorbei. Wir als Selbsthilfe-Vereinigung begrüßen es sehr, dass der Gesetzgeber die Weichen für eine schnellere Aktualisierung des Hilfsmittelverzeichnisses der Gesetzlichen Krankenkassen gestellt hat. Betroffene werden dadurch künftig stärker vom technischen Fortschritt profitieren als in der Vergangenheit.“

Mobilität für Menschen mit Behinderung war auch in diesem Jahr das große Thema der Rehacare. Fast jeder zweite Besucher wollte sich über Neuheiten in diesem Bereich informieren. Das gilt auch für das Produktsegment Alltagshilfen. Jeder Dritte interessierte sich für Pflegehilfsmittel, die Orthopädietechnik und technische Hilfen für Kommunikation und Information. Rund 25 Prozent der Besucher suchten die Stände in der Autoschau der Rehacare auf. Intensiv genutzt wurden auch die Informations- und Beratungsangebote in den Foren und Themenparks. Im Mittelpunkt stand dabei das Rehacare-Forum mit seinen Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu Themen wie Wohnen im Alter und den Auswirkungen des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes auf die Betroffenen. Rund 400 Wundexperten, Pflegefachkräfte und Fachleute aus spezialisierten Bereichen der stationären Pflege wie der Palliativ-Versorgung besuchten das Fortbildungs- und Informationsprogramm, das die Pflegeakademie Niederrhein aus Willich im Forum Leben mit Pflege@home anbot.

Aussteller loben Rehacare

Gut 90 Prozent waren repräsentativen Befragungen zufolge mit dem Messeverlauf zufrieden, für 83 Prozent war die Messe bereits ein geschäftlicher Erfolg. 88 Prozent rechnen mit einem guten Nachmessegeschäft. „Die Rehacare ist für uns die wichtigste internationale Messe, um Endkunden zu erreichen,“ so Philipp Hoefer, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH, Duderstadt. „Wir registrieren einen deutlichen Besucheranstieg und sind mit den Resultaten in diesem Jahr hoch zufrieden.“

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Tobias Kurtz / 04.10.2018 - 09:36 Uhr

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