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Drittes Quartal 2018

Hartmann bleibt auf Wachstumskurs

Die Hartmann Gruppe hat ihren Umsatz zwischen Januar und September 2018 um 3,2 Prozent auf 1,56 Mrd. Euro gesteigert. Dies teilte der Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten mit.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 90,3 Mio. Euro (Vorjahr: 93,4 Mio. EUR) und damit um 3,3 % unter dem Wert von 2017. Maßgeblich für den leichten Rückgang des EBIT seien der allgemeine Preisdruck in den Absatzmärkten, anhaltend hohe regulatorische Kosten und die Aufwendungen für Struktur- und Wachstumsinvestitionen. Mit einer Nettofinanzposition von rund 66 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von über 60 Prozent sieht sich Hartmann finanziell robust aufgestellt.

„Wir haben es geschafft, die Auswirkungen des Preisdrucks sowie der Wechselkurseffekte zu kompensieren und unser Wachstum auf Kurs zu halten“, kommentiert Andreas Joehle, Vorstandsvorsitzender der Paul Hartmann AG, die Entwicklung. „Trotz der Aufwendungen durch Struktur- und Wachstumsprojekte, den Investitionen in die Vertriebsorganisationen und die Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung liegen wir auch beim EBIT im Rahmen der Erwartungen.“

Das Segment Wundmanagement erzielte einen Umsatz von 351,4 Mio. Euro (+3,9 %). Das Wachstum sei vor allem auf die steigende Nachfrage nach superabsorbierenden und antibakteriellen Wundauflagen, auf das HydroTherapy Behandlungskonzept und den Bereich Personal Healthcare zurückzuführen.

Der Umsatz des Segments Inkontinenzmanagement stieg um 5,4 % auf 516,8 Mio. Euro. Die Einbeziehung der Umsätze von Lindor, dessen Integration im Rahmen der Erwartungen liege, habe die negativen Auswirkungen der Wechselkurse mehr als kompensieren können. Das Skintegrity-Konzept für das ganzheitliche Inkontinenzmanagement und die IAD-Prophylaxe (Inkontinenz Assoziierte Dermatitis) trugen mit steigendem Anteil zum Umsatzwachstum des Segments im dritten Quartal bei.

Im Segment Infektionsmanagement stieg der Umsatz um 2,0 % auf 372,7 Mio. Euro. Das Segment „Weitere Konzernaktivitäten“ erwirtschaftete einen Umsatz von 323,0 Mio. Euro (+,0,6%).

Der Anstieg des Konzernumsatzes basierte im Wesentlichen auf positiven Entwicklungen in europäischen Ländern außerhalb des Heimatmarktes des Konzerns. Europa (ohne Deutschland) insgesamt erzielte einen Zuwachs von 5,7 Prozent. In Deutschland konnte Hartmann die Vorjahreswerte um 1,2 Prozent übertreffen. Außerhalb Europas wurde das moderate Wachstum von 2,6 Prozent durch negative Wechselkurseffekte überlagert.

Tobias Kurtz / 06.11.2018 - 08:45 Uhr

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