Vorbehaltlich der Freigabe durch das baden-württembergische Wissenschaftsministerium soll der Bachelorstudiengang im Wintersemester 22/23 beginnen. „Durch die Schwerpunktsetzung bei der Digitalisierung, Elektrotechnik und Informationstechnik bereitet der forschungsorientierte und praxisbezogene Studiengang Medizintechnik am KIT optimal auf neue Technologietrends und Herausforderungen im Bereich der industriellen und klinischen Entwicklung von Medizinprodukten vor“, sagt Professor Werner Nahm vom Institut für Biomedizinische Technik des KIT.
Verknüpft wird dieses Know-how mit einem breiten Applikationswissen aus dem Bereich Medizin und Medizintechnik sowie dem Erlangen von Kenntnissen über Regularien und Normen. „Mit dem Abschluss im Bachelorstudiengang Medizintechnik verfügen Studierende über die Kompetenz, medizinische Problemstellungen in ingenieurwissenschaftliche Aufgabenstellungen zu übersetzen und verantwortungsvoll unter technischen, regulatorischen, ökonomischen und sozialen Randbedingungen Lösungen zu erarbeiten“, so Nahm.
In dem sechs Semester umfassenden zulassungsbeschränkten Studiengang sollen Studierende universelle technische Grundlagen erwerben, die in vielen Branchen attraktive Berufschancen eröffnen. Das Studium bietet unterstützende Tutorien und einen direkten Praxisbezug ab dem ersten Semester, Wahlmöglichkeiten zwischen Industrie-, Forschungs- und Klinikpraktika sowie Vor-Ort-Lehrveranstaltungen in Krankenhäusern und Universitätskliniken. Geplant ist außerdem im fünften Semester ein Mobilitätsfenster für internationalen Austausch an anderen Universitäten, etwa im Rahmen eines ERASMUS-Aufenthalts.
Medizintechnik: Masterstudiengang von KIT und Uni Heidelberg geplant
Dem Bachelor soll ein Joint-Degree mit der Universität Heidelberg folgen, also ein gemeinsamer Abschluss, bei dem beide Hochschulen ein gemeinsames Zeugnis und eine gemeinsame Urkunde vergeben. Der Start ist zum Wintersemester 24/25 geplant.