Unter dem Motto „Kooperation zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Gesundheitsberufen“ diskutierten namhafte Experten der Gesundheitsbranche, darunter auch BIV-OT-Präsident Klaus-Jürgen Lotz. Zwar erhielten Patienten in Deutschland die bestmögliche Diagnostik, Behandlung und Pflege. Dennoch sei es notwendig, die Leistungserbringer im Gesundheitswesen über die Sektoren hinweg besser zu vernetzen. Dazu gelte es die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Vertretern nichtärztlicher Gesundheitsberufe – Pflegern, Therapeuten, Assistenten und Laboranten – zu intensivieren.
In einem Impulsreferat stellte der Präsident des Bundesinnungsverbands für Orthopädie-Technik, Klaus-Jürgen Lotz, die Vernetzung der einzelnen am Versorgungsprozess beteiligten Akteure in den Mittelpunkt und stellte die Frage: „Wie gewährleiste ich den Therapieerfolg in der Zusammenarbeit aller?“ Aus Sicht der Gesundheitshandwerke müssen Kooperationen transparenter dargestellt werden, damit die einzelnen Versorgergruppen besser ineinander greifen können, führte der BIV-OT-Präsident aus. Die zunehmende Akademisierung der Gesundheitsberufe betrachtet er kritisch: "Es kann doch nicht sein, dass wir nur noch an der Augenhöhe arbeiten und nicht mehr an der Kompetenz. Ein akademischer Grad allein ist kein Gradmesser für Kompetenz."
Die Podiumsdiskussion wurde von Dr. Roy Kühne, Berichterstatter für nichtärztliche Gesundheitsberufe im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages, moderiert. Teilnehmer waren Dr. Frank Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Birgit Schulte-Frei, Dekanin des Fachbereichs Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius, Johann-Magnus Freiherr von Stackelberg, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, sowie Ute Repschläger, Vorsitzende des Vorstands des Spitzenverbands der Heilmittelverbände, und Klaus-Jürgen Lotz. Fragen der faireren Bezahlung für Therapeuten, Vor- und Nachteile der Akademisierung und die Möglichkeit einer direkten Versorgung durch Hilfsmittel bestimmten die Diskussion.
"Ich bin wirklich froh und dankbar darüber, dass wir mit der Thematik der nichtärztlichen Gesundheitsberufe in dieser Legislaturperiode erfolgreich begonnen haben und mit dem HHVG einen ersten wichtigen und erfolgreichen Schritt machen konnten", resümierte Dr. Roy Kühne. "Jedoch müssen wir jetzt alle weiter am Thema bleiben.“