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Firmenjubiläum

Merkel würdigt Verdienste von Ottobock

Merkel würdigt Verdienste von Ottobock Ministerpräsident Stephan Weil (v.l.), Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Prof. Hans Georg Näder, Bürgermeister Wolfgang Nolte (Foto: Ottobock)

Ottobock feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Firmenjubiläum. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte das Medizintechnik-Unternehmen anlässlich eines Festakts.

Otto Bock hat im Jahr 1919 die Orthopädische Industrie, den Vorläufer des heutigen Weltmarktführers in der Prothetik, Ottobock, gegründet. Bei einem Festakt im historischen Duderstädter Rathaus würdigte am 18. Februar Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verdienste des Unternehmens für die menschliche Mobilität. „Ein wichtiges Jahr und ein wichtiges Jubiläum für Ottobock und Deutschland. Eines zieht sich durch die Geschichte der Firma Ottobock, und das ist die Tatsache, dass Technologie hier dem Menschen dient. Verantwortungsbewusstsein zieht sich durch die 100 Jahre. Sie sind ein Paradebeispiel für den deutschen Mittelstand und der Familienunternehmen. Ein solches Unternehmen ist aber auch harte Arbeit, ständige Entscheidungen, Richtungen, guter Blick für die Wettbewerber, da die Welt wirklich nicht schläft,“ so die Bundeskanzlerin vor den rund 350 geladenen Ehrengästen. Mit seinen Innovationen habe das Unternehmen entscheidend dazu beigetragen Menschen zurück in Ihren Alltag zu bringen und Behinderungen in der Gesellschaft zu enttabuisieren.

Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil betonte die Innovationskraft des Familienunternehmens. „,Fortschritt hat Tradition‘, heißt es bei Ottobock. Wachstum war hier immer stark durch Innovation getrieben – Familienunternehmen 4.0“, sagte Weil. Zuvor hatte der Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte die Bedeutung von Ottobock für die Region unterstrichen: „Was für ein Segen, eine glückliche Fügung für diese Region. Aus ganzem Herzen möchte ich Danke sagen, für gelebte Standorttreue, permanente Zukunftsperspektiven und gemeinnütziges Engagement.“

„Unser Wachstum war immer getrieben von Neugierde, Erfindungen, einer neugestalteten globalen Präsenz und dem Faktor Mensch und war somit bahnbrechend für Ottobock“, sagte Professor Hans Georg Näder. Er unterstrich die Meilensteine seines Großvaters Otto Bock und seines Vaters Dr. Max Näder, blickte aber zudem in die Zukunft: „Neugierde hat zu bahnbrechenden Erfindungen geführt und Menschen mit Handicap dramatisch verändert. Es hat weltweit die Orthopädietechnik geprägt und verändert. Im Mittelpunkt steht der Mensch, gestern wie auch noch heute.“

Besonders emotional wurde es, als Heinrich Popow sich bei Hans Georg Näder für dessen Paralympisches Engagement bedankte. Mit der Unterstützung des Unternehmers und des Unternehmens habe man in den letzten Jahren große Schritte für mehr Vielfalt gemacht. „Dankeschön, dass wir die Menschen sein dürfen, die wir sein wollen, danke für die DNA des Unternehmens,“ so Popow, der seine aktive Sportlerkarriere im Sommer 2018 beendete, sich aber weiterhin für den Paralympischen Sport, zum Beispiel bei den Ottobock Running Clinics, engagiert.

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Tobias Kurtz / 20.02.2019 - 12:33 Uhr

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