Auf der Expolife in Kassel stellte Ofa Bamberg das berührungslose digitale Messsystem Ofa 3D Scan vor. Es soll die Kompetenz des Fachhandels gegenüber Kunden, Ärzten und anderen Geschäftspartnern dokumentieren, hebt der Hilfsmittelanbieter hervor. Das Gerät erlaubt, sich regional als Innovationsführer zu positionieren. Gleichzeitig erleben Kunden die Hilfsmittelversorgung als Thema, über das im Bekanntenkreis berichtet wird, ist man bei Ofa überzeugt.
Um Missverständnisse auszuschließen: Auch bei Nutzung des Ofa 3D Scan kommt es auf die fachliche Kompetenz des Personals an. Das beginnt bei der Beurteilung, ob ein Patient überhaupt für die digitale Messung geeignet ist. Bei Lymphpatienten zum Beispiel ist berührungsloses Messen indikationsbedingt nicht sinnvoll. Außerdem muss z. B. die Schrittlänge manuell gesetzt werden, und der Patient kann wie bei der manuellen Messung über die gewünschte Länge des Leibteils mitentscheiden.
Unkomplizierter Messvorgang
Für den Messvorgang steht der Kunde fest auf einer Plattform. Diese wird vom Scanner in einer gleichmäßigen Rotationsbewegung umrundet. Der Kunde selbst bewegt sich nicht – ein Vorteil besonders für ältere Patienten, die nicht mehr ganz sicher auf den Beinen stehen.
Die Messung erfolgt mittels Infrarot-Tiefensensor, einer laut Anbieter für den Menschen unbedenklichen und störungsunanfälligen Technik. Die korrekte Erfassung der Daten ist beispielsweise unabhängig von den Lichtverhältnissen in der Anmesskabine, der Hautfarbe oder Tattoos.
Das Anmessen von Kniestrümpfen dauert rund zehn Sekunden. Der Zeitgewinn kann für die individuelle Beratung der Kunden genutzt werden, beispielsweise über sinnvolle Zusatzprodukte.
Herstellerneutrale Verwendung
Die Messung mit Ofa 3D Scan verpflichtet den Fachhändler nicht zur Bestellung beim Bamberger Kompressionsstrumpfspezialisten. Gleichwohl wird die direkte Anbindung an den fachhandelsexklusiven Ofa-Onlineshop empfohlen. Das System unterstützt bei der Auswahl von Maß- oder Serienversorgung. Außerdem kann mit wenigen Mausklicks die gewünschte Kompressionsstrumpf-Variante in der bevorzugten Farbe und gegebenenfalls mit entsprechendem Haftband und weiteren Ausstattungsmerkmalen bestellt werden.Wenn eine direkte Verbindung zum Webshop aufgrund der technischen Möglichkeiten vor Ort nicht in Frage kommt, können die Messergebnisse automatisch in das Ofa Bestellformular übertragen werden. Durch markierte Pflichtfelder wird sichergestellt, dass alle notwendigen Angaben übermittelt werden. Auch so wird der Lieferprozess beschleunigt, da potenzielle Zeitverluste durch Rückfragen und Probleme mit der Lesbarkeit entfallen.
Das Gerät wird inklusive einem Lesegerät für Versichertenkarten ausgeliefert, so dass die benötigten Daten des Patienten direkt ins System des Fachhändlers eingelesen werden können.
Eine Partnerfirma von Ofa baut das Gerät vor Ort auf. Dort findet auch eine ausführliche Schulung des Personals statt. Während der Nutzung sei der technische Support über eine Hotline immer gewährleistet.