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„Turnaround noch nicht geschafft“

Ottobock führt Rollstuhlsparte weiter

Ottobock führt Rollstuhlsparte weiter Der Ottobock-Standort Königsee (Foto: Ottobock)

Die Rollstuhlsparte „Human Mobility“ von Ottobock in Königsee soll wieder auf Kurs sein. Dies teilte das Medizintechnikunternehmen mit.

m Rahmen einer Neuaufstellung der Rollstuhlsparte hatte Christian Stenske, Geschäftsführer der Otto Bock Mobility Solutions GmbH, im Mai 2018 einen Stellenabbau im thüringischen Königsee angekündigt. Betroffen waren damals rund 50 Stellen, 40 davon als betriebsbedingte Kündigungen. Als Grund nennt Ottobock Verluste in Millionenhöhe, welche die Rollstuhlsparte zuletzt eingefahren hatte und die den Geschäftsbereich unrentabel machten.

Nach knapp zwei Jahren sei das Etappenziel, die Rollstuhlsparte aus der Verlustzone herauszuholen, erreicht. „Ich bin sehr froh, dass wir unser Etappenziel nicht nur erreicht, sondern leicht übererfüllt haben und somit den Fortbestand der Human Mobility bei Ottobock zunächst sichern konnten“, sagt Christian Stenske. Das Etappenziel bezieht sich auf das EBITDA – also den operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, der um Sonder- und Einmaleffekte bereinigt wird.

Um dieses Etappenziel zu erreichen, sei unter anderem das Portfolio von 120 auf 75 Produkte reduziert, ein strategisch wichtiger Standort in Berlin eröffnet sowie Fertigungs- sowie Verwaltungsprozesse worden. Die fallende Produktivität habe den Hersteller zunächst einen Abbau von deutlich mehr als 100 Arbeitsplätzen befürchten lassen. „Dazu kam es glücklicherweise nicht. Mittlerweile ist die Auftragslage so gut, die Nachfrage so stark gestiegen, dass wir schneller als erwartet wieder einstellen können“, sagt Stenske.

Um den Fortbestand der Human Mobility im Unternehmen dauerhaft zu sichern bedürfe es jedoch noch weiterer Schritte. „Der Turnaround ist noch nicht geschafft“, so Stenske. „Jetzt geht es darum, ein ehemals defizitäres, zu einem gewinnbringenden Geschäft zu machen. Ottobock wächst und die Human Mobility soll mitwachsen.“

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Tobias Kurtz / 24.01.2019 - 08:30 Uhr

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