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Orthopädietechnik

Ottobock kauft belgischen Anbieter Vigo

Ottobock kauft belgischen Anbieter Vigo Nele Vanhouteghem, Lieve Vanhouteghem, Jan Ruysschaert und Philipp Schulte-Noelle (v.l., Foto: Ottobock)

Das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock übernimmt den belgischen Orthopädietechnikspezialisten Vigo.

Das Familienunternehmen Vigo ist im belgischen Wetteren beheimatet. Es betreibt laut einer Unternehmensmitteilung 17 Versorgungszentren in Belgien und 12 in Polen. Das Unternehmen arbeitet in beiden Ländern mit Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationszentren zusammen. Das Entwicklungsteam bringt eigene Produkte und Techniken in die Anwendung, darunter innovative Orthesen für Kinder. Vigo erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 70 Mio. Euro.

In Belgien verfügt Ottobock bislang über keine eigene Versorgungsinfrastruktur, in Polen ist das Unternehmen an drei Standorten aktiv und will gemeinsam mit den weiter eigenständig geführten Versorgungszentren von Vigo zum führenden lokalen Anbieter aufsteigen.
Die Übernahme besiegelten Ottobock-Eigentümer Professor Hans Georg Näder und CEO Philipp Schulte-Noelle in Brüssel gemeinsam mit der Familie Ruysschaert-Vanhouteghem als den bisherigen Vigo-Eigentümern.

„Mit Vigo und Ottobock tun sich zwei Familienunternehmen zusammen, deren Ziel es ist, die Lebensqualität von Anwendern mit individuell angepassten Orthesen, Prothesen und Rollstühlen zu verbessern“, sagte Näder, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Ottobock. „Von der Verbindung profitieren nicht zuletzt die Anwender und Patienten in Belgien und Polen“, unterstrich CEO Schulte-Noelle. „Und wir stärken dank der Expertise und der lokalen Vernetzung von Vigo unser europäisches Versorgungsangebot zum Wohl der Anwender weiter.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ottobock den perfekten Partner für unser Unternehmen und seine mehr als 500 Mitarbeiter gefunden haben“, sagte Jan Ruysschaert, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Lieve Vanhouteghem und deren Schwester Nele Vanhouteghem das 1956 gegründete Unternehmen in zweiter Generation führt. „Vigo wird sich als Teil des europäischen Netzwerks unseres Partners Ottobock weiterentwickeln. Als Familie werden wir die Entwicklung von Vigo auch nach dem Verkauf unserer Anteile aktiv begleiten.“

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Tobias Kurtz / 13.11.2019 - 09:56 Uhr

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