Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr über eine viertel Million Menschen einen Schlaganfall. Überlebende kämpfen häufig mit halbseitigen Lähmungen. Hightech kann ihnen dabei helfen, wieder besser zu gehen und zu greifen.
Zum World Stroke Day am 29.10.2021 stellt Ottobock Menschen vor, die nach einem Schlaganfall wieder selbstständig sind. Für alle zwischen 25. Oktober und 02. November auf Instagram geteilten Fotos und Videos mit Bezug zur Reha nach einem Schlaganfall spendet Ottobock fünf Euro an die World Stroke Organization. Bedingung für die Zählbarkeit der Beiträge ist die Verwendung der korrekten Hashtags #StrokeLifeFundraiser und #Ottobock sowie der Erwähnung des Kanals @Ottobock.
Zum Beispiel Maja Havbring. Die Schwedin hatte mit 44 Jahren einen Schlaganfall. Danach war sie halbseitig gelähmt: „Ich hatte große Probleme zu gehen, Entscheidungen zu treffen und mich an alltägliche Aufgaben zu erinnern. Mein Körper war wie ein anderer Körper, den ich nicht kannte“, sagt sie. Nach Jahren der Reha ist Maja wieder mobil. Gegen Spastiken im linken Arm und Bein hat ihr der Exopulse Mollii Suit geholfen, ein Elektrodenanzug zur Neuromodulation: „Ich habe meinen Fuß das erste Mal nach langer Zeit wieder gespürt“, sagt sie. „Er war wie tot – jetzt fühle ich mich wieder mit meinem Körper verbunden und kann mich besser bewegen, auch ohne Krücken. Mir scheint nichts mehr unmöglich!“
Video zu Majas Geschichte
Dirk Mertens aus Köln hatte einen Hirnschlag: „Diese eine Sekunde hat mein Leben verändert. Ich lag regungslos im Bett und konnte mich zuerst gar nicht mehr bewegen“, erinnert er sich. „Das ganze Familienleben war auf den Kopf gestellt.“ Zunächst saß er im Rollstuhl und lernte neu, die Treppen zu seiner Wohnung in den dritten Stock hochzugehen. „Von da an habe ich angefangen, mich ins Leben zurück zu kämpfen.“ Mittlerweile kann er sogar wieder wandern gehen: „Ich bin ein Technik-Freak und habe mich deswegen für eine Elektrostimulation entschieden.“ Eine Neuro-Orthese hebt seinen Fuß an. Elektrische Impulse stimulieren Nerven, die das zentrale Nervensystem nach dem Schlaganfall nicht mehr ansteuert.
Video zu Dirks Geschichte
Bei Marleen Zander aus Rosdorf hat ein Schlaganfall mit nur 20 Jahren das komplette Leben verändert. Sie studierte Mathematik, hat Hiphop getanzt, hatte einen großen Freundeskreis und einen festen Freund. Nach einer Hirnblutung lag sie 14 Tage im Koma: „Ich bin aufgewacht und war auf der rechten Seite gelähmt“, sagt sie. Ihr altes Leben war vorbei; sie konnte nicht mehr sprechen und rechnen. Doch sie hat sich mit hartem Training ihr Leben zurückgeholt: Heute arbeitet sie in einem Gesundheitszentrum, hat sich einen neuen Freundeskreis aufgebaut, kann wieder Autofahren und normal gehen, ohne angestarrt zu werden: „Ich muss keinen Gehstock und keine riesigen Schuhe mehr tragen“, sagt sie. „Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich wieder selbstständig bin!“ Ein Neurostimulations-System stimuliert die gelähmten Muskeln in ihrem Bein mit Strom; außerdem hat ihr eine Orthese geholfen, den Arm in korrekter Position zu halten, was ein natürliches Gangbild fördert.