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Fachmessen

OTWorld setzte Maßstäbe

OTWorld setzte Maßstäbe Rund 21.400 Besucher aus über 90 Ländern informierten sich laut Veranstalter auf der OTWorld. (Foto: Leipziger Messe, Tom Schulze)

Die Technische Orthopädie traf sich vom 15. bis 18. Mai 2018 auf der OTWorld in Leipzig. Im Vordergrund stand der interprofessionelle Wissenstransfer.

Mehr als 570 Aussteller aus 43 Ländern präsentierten auf der OTWorld Premieren und Innovationen. Digitalisierung und 3D-Druck waren allgegenwärtig, ob in Orthetik und Prothetik, Reha-Technik, Kompressionstherapie oder in der Orthopädieschuhtechnik. Mediziner diskutierten mit Orthopädie-Technikern und Ingenieuren über fortschrittliche Versorgungswege und stellten wegweisende Technologien vor. Dabei im Fokus: der interprofessionelle Wissenstransfer zum Wohl des Patienten.

Mit 21.400 Besuchern aus über 90 Ländern setzten internationale Fachmesse und Weltkongress erneut Maßstäbe. „Die OTWorld ist ein Gesamtkunstwerk. Aus aller Welt kommen hier für vier Tage Experten zusammen, um die Versorgung mit Hilfsmitteln global zu verbessern“, resümiert Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des BIV-OT. „Ganz besonders freut mich, dass auf dieser OTWorld spürbar wurde, worum es im Kern unserer Arbeit geht: den Menschen. Dafür lernen wir unser Gewerk, schulen uns und tauschen uns mit Kollegen aller Professionen auf Augenhöhe aus. All die Neuheiten, Weltpremieren, Fortschritte in der Fertigung und den Prozessen sind wichtig und müssen gesehen, beurteilt und getestet werden. Neue Versorgungskonzepte müssen vorgestellt und hinterfragt werden. All das ist dieses Jahr auf der OTWorld erneut geschehen. Hier sind wieder viele neue Ansätze entstanden, mit denen wir die Probleme lösen können, die zum Beispiel der demografische Wandel hervorbringt.“

Kongresspräsident Prof. Dr. Volker Bühren ergänzt: „Die OTWorld ist eine hervorragende Plattform für den kollegialen Austausch auf Augenhöhe. Das Einbinden des Kongresszentrums in die Fachausstellung sorgt dabei nicht nur für kurze Wege. Durch dieses vorbildliche Konzept entsteht eine entspannte Atmosphäre für die Begegnung unter Fachleuten auf professioneller Ebene, um konzentriert und freundschaftlich zusammenzuarbeiten. Als Kongresspräsident freut es mich besonders, dass wir das Angebot für Mediziner auf der OTWorld erneut stärken konnten. Die stete Beteiligung der führenden Fachverbände, der erfolgreiche ‚Tag der Studierenden’ als neues Format für Medizinstudenten, die ausgebuchten Rundgänge speziell für Mediziner über die Veranstaltung sowie die Fortbildungsveranstaltungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) für Durchgangsärzte unterstreichen die Bedeutung des Weltkongresses.“

OTWorld 2020: Nach der Messe ist vor der Messe

Die OTWorld in zwei Jahren wirft bereits ihre ersten Schatten voraus. Nicht nur der Termin vom 12. bis 15. Mai steht bereits fest. Auch die Kongresspräsidentschaft ist bereits geklärt – mit einer organisatorischen Neuerung. Der Kongress wird künftig von einer Doppelspitze geführt. Volker Bühren übergibt den Staffelstab an Prof. Dr. Christoph Josten vom Universitätsklinikum Leipzig sowie den Orthopädie-Technik-Meister Michael Schäfer. Die künftige Doppelspitze soll die Interprofessionalität der Veranstaltung unterstreichen. Schäfer ist seit 1994 bei der Pohlig GmbH in Traunstein beschäftigt, seit 2005 als Geschäftsführer. Er gehört dem Vorstand des BIV-OT an.

BIV-OT: Ehrungen und Ankündigungen

Es ist inzwischen gute Tradition, dass der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) anlässlich der Eröffnung der OTWorld Persönlichkeiten für ihre Verdienste um die Orthopädie-Technik ehrt. In diesem Jahr erhielten PD Dr. Lutz Brückner, OTM Frank Jüttner und OTM Kurt Pohlig mit der Heine-Hessing-Medaille die höchste Auszeichnung des Handwerks. Paul-Horst Weyda erhielt zudem den Ehrenbrief mit Siegel.
BIV-OT-Präsident Klaus-Jürgen Lotz verkündete zudem, dass dies seine letzte OTWorld als Kopf des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik sein werde. Er ist sich aber sicher, dass sein aktueller Vize Alf Reuter ein mehr als geeigneter designierter Nachfolger sein werde: „Er weiß, wie es geht!“

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