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Fachmesse in Düsseldorf

Rehacare bietet umfassenden Überblick

Rehacare bietet umfassenden Überblick In Halle 4 wird bei der Rehacare erneut die Cybathlon Experience der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich für Aufmerksamkeit sorgen. (Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)

Zur Rehacare in Düsseldorf werden rund 900 Aussteller aus mehr als 35 Ländern erwartet. Ein wichtiges Thema: die Digitalisierung. Mehr im Video.

Menschen mit Behinderung, bei Pflegebedarf und im Alter ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen: Dieses Ziel verfolgen die Unternehmen, Verbände und Institutionen, die sich vom 26. bis 29. September auf der Rehacare 2018 in Düsseldorf präsentieren werden. Die Messe Düsseldorf erwartet zur internationalen Fachschau für Rehabilitation und Pflege rund 900 Aussteller aus mehr als 35 Ländern. Auf über 30.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erwartet die Besucher ein Überblick über Hilfsmittel und Angebote für nahezu jede Behinderung und für den Pflegebereich. Darüber hinaus bieten rund 100 Verbände und Organisationen aus Selbsthilfe und Sozialwirtschaft Beratungsleistungen an und greifen aktuelle behinderten- und gesundheitspolitische Fragen auf. Zahlreiche Themenparks, Kongresse, Foren und Mitmachaktionen runden das Angebot für Besucher ab.

Horst Giesen, Global Portfolio Director, Health and Medical Technologies der Messe Düsseldorf, sieht der Rehacare mit großer Zuversicht entgegen: „Fachleute und Betroffene werden in den Messehallen auf eine internationale Veranstaltung treffen, die das gesamte Spektrum der aktuell im Weltmarkt verfügbaren Lösungen präsentiert. Die führenden Anbieter der Branche werden in Düsseldorf ebenso vertreten sein wie kleine und mittlere Unternehmen, die Spezialsegmente bedienen; dazu Verbände und Organisationen aus allen relevanten Bereichen. Seit mehr als 40 Jahren trägt die Rehacare nun zu selbstbestimmtem Leben, Teilhabe, Autonomie und Inklusion bei. Sie wird auch 2018 wieder wichtige Impulse setzen.“

Ob Mobilitäts- und Alltagshilfen, Hilfsmittel für ambulante oder stationäre Pflege, Kommunikationstechnik, barrierefreie Wohnwelten oder Ideen für Freizeit, Reise und Sport – die Rehacare bietet alles unter einem Dach. Die Fachmesse mit ihren Foren findet in den Hallen 3 bis 7 des Düsseldorfer Messegeländes statt, zudem steht das CCD. Süd/Congress Center Süd für den Kongress zur Verfügung.

Zentrales Informationszentrum für die Versorgung von Kindern mit Behinderung ist die Halle 4. Hier finden Eltern und Angehörige alle Hilfsmittel vom Rollstuhl bis zu Kommunikationshilfen für den inklusiven Unterricht. Dazu kommen u.a. Beratungsangebote der Internationalen Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation RehaKIND.

Rehacare: Cybathlon Experience

In Halle 4 wird erneut die Cybathlon Experience der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich – ETH Zürich – für große Aufmerksamkeit sorgen. Zusammen mit der Rehacare wurde dieses Eventformat im vergangenen Jahr erstmals in Düsseldorf organisiert. In Show-Wettkämpfen traten Menschen mit körperlichen Behinderungen, unterstützt von intelligenten technischen Assistenzsystemen, gegeneinander an. Dabei mussten zwei verschiedene Hindernis-Parcours bewältigt werden: einer mit Rollstühlen, der andere mit robotischen Exoskeletten.

 

In diesem Jahr wird der Parcours zusätzlich für den Einsatz von Arm- und Beinprothesen ausgestattet. Der Wettbewerb dient der Forschung, Entwicklung und Umsetzung moderner Assistenzsysteme. Hier wird gezeigt, wie gut Technik Menschen mit Behinderung schon heute unterstützt und was sie in Zukunft leisten soll.

Rehacare-Forum und Pflege@home

Zentrum für Begegnung, Erfahrungsaustausch, Informationen und Diskussionen ist das Rehacare-Forum (Halle 3). Es bietet täglich wechselnde Schwerpunkte zu Fragestellungen aus dem täglichen Leben von Betroffenen, Hilfsmittelreform und Bundesteilhabegesetz, Teilhabe am Arbeitsleben und Rolle der Integrationsämter, Themen aus dem Bereich Kultur, Mobilität & Sport.

Das vierte Forum Leben mit Pflege@home (Halle 3) beleuchtet Aspekte der Alterserkrankungen und des da­raus resultierenden Pflegebedarfs. Denn fast jeder Pflegebedürftige möchte möglichst lange zuhause bleiben. Doch dieser Wunsch stellt Angehörige und die Mitarbeiter der Pflegedienste vor tägliche Herausforderungen: Statt in einer professionell ausgestatteten Umgebung pflegen sie unter Bedingungen, die sich täglich ändern können. Daher behandelt das Pflegeforum Themen, die sowohl beruflich Pflegende als auch pflegende Angehörige bewegen. Die vier Tage sind jeweils einem Schwerpunkt gewidmet. Wegen der stetig wachsenden Bedeutung des Themas „Wunde und Wundversorgung“ werden in Zusammenarbeit mit der Initiative Chronische Wunden erstmals täglich themenverbindende Vorträge durchgeführt.

  • Mittwoch, 26.9.2018: Tag der Wunde. An diesem Tag geht es um Aspekte der ambulanten Wundversorgung.
  • Donnerstag, 27.9.2018: Tag der Demenz. Ein Demenzkranker verliert in Teilen die Fähigkeit zum rationalen Denken und Handeln – wie gehen Angehörige und Pflegende im Alltag damit um? Und was bedeutet das konkret für die Wundversorgung?
  • Freitag, 28.9.2018: Tag der Palliativmedizin – Auch der letzte Tag ist l(i)ebenswert! An diesem Tag geht es um die letzte Phase des Lebens. Wie können Familie, Freunde und Pflegende diese gestalten, um ein möglichst friedliches und versöhnliches Ende vorzubereiten?
  • Samstag, 29.9.2018: Gesetzliche Entwicklungen und Auswirkungen auf die Versorgungslandschaft. Verbandmittel und sonstige Produkte zur Wundbehandlung, Fehlentwicklungen und Chancen stehen im Mittelpunkt.

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Tobias Kurtz / 25.09.2018 - 13:53 Uhr

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