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Rehacare erweist sich als Informationsquelle

Rehacare erweist sich als Informationsquelle Rund 750 Aussteller präsentierten auf der Rehacare ihre Produkte und Versorgungslösungen. (Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Neue Produktlösungen, Informationsaustausch und gesundheitspolitische Diskussionen prägten die „kleine“ Rehacare vom 18. bis 21. September in Düsseldorf.

Rund 38.600 Besucher aus 80 Ländern informierten sich laut Veranstalter bei 751 Ausstellern aus 43 Ländern über Hilfen, die Menschen mit Behinderung, Pflegebedarf und im Alter das Leben leichter machen. Die Frequenz entsprach damit der vergleichbaren Veranstaltung vor zwei Jahren. Selbsthilfegruppen, Sozialverbände und politische Repräsentanten stellten aktuelle behinderten- und gesundheitspolitische Fragen zur Diskussion.

„Die Rehacare leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Selbstbestimmung und zu mehr Inklusion in Alltag, Arbeitswelt und Pflege“, fasst Wolfram N. Diener, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, den Stellenwert der Fachmesse zusammen. „In Sachen Internationalität hat das Angebot der Rehacare wie immer Maßstäbe gesetzt. Mehr als zwei Drittel der Beteiligungen kamen aus dem Ausland. Eine spannende Mischung aus gestandenen Mittelständlern, umtriebigen Erfindern und Unternehmensgründern überzeugte die Besucher mit innovativen Lösungen für nahezu jeden Lebensbereich und jede Behinderung. Bereits am Markt verfügbare Produkte waren ebenso zu sehen wie Protoptypen, die kurz vor der Marktreife stehen.“

Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) bezeichnete die Rehacare 2019 als Informationsplattform, die „Betroffenen geballtes Wissen vermittelte und beeindruckende Neuheiten zeigte“. Sein Resümee: „Wir konnten Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens am Stand unseres Verbandes begrüßen. Betroffene und Angehörige nutzten ausgiebig die Möglichkeiten, bei den beteiligten Selbsthilfegruppen Erfahrungen auszutauschen, Fragen zur Hilfsmittelversorgung zu stellen und sich beim Messerundgang von der Vielfalt des Angebots inspirieren zu lassen.“

Digitalisierung und Selbsthilfe

Viel diskutiert worden sei in diesem Jahr, wie die Digitalisierung die Selbsthilfe verändern wird und welchen Beitrag sie dazu leisten kann, Informations- und Kommunikationsprozesse zu optimieren. Danner: „Wenn wir die Selbsthilfe erfolgreich in die Zukunft führen wollen, müssen wir uns diesen Fragen stellen und neue Konzepte entwickeln. Wir profitieren dabei von der Expertise der Rehacare-Aussteller und den Innovationen und Lösungen, die sie dazu vorstellen.“

Auch die Aussteller äußerten sich nach der Messe positiv. Klaus Gierse, Geschäftsführer von Moso Motion Solutions, fasst den Verlauf in drei Worten zusammen: „Wir sind begeistert“. Das Remscheider Unternehmen ist spezialisiert auf Mobilitätslösungen für Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen. „Wir konnten Betroffene, Kostenträger, Branchenexperten und damit alle für uns relevanten Zielgruppen erreichen.“ Die Rehacare sei für den langjährigen Aussteller von großer Bedeutung. „Der Messeauftritt beschert uns Aufträge für ein ganzes Jahr.“

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Tobias Kurtz / 24.09.2019 - 13:34 Uhr

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