Der internationale Markt für Rehabilitation und Pflege präsentiert sich vom 24. bis 27. September 2014 bei der internationalen Fachmesse Rehacare 2014 in Düsseldorf. Mehr als 800 Aussteller aus 33 Ländern, darunter 350 ausländische Unternehmen, bieten Profis und Betroffenen in sechs Messehallen einen Überblick über Hilfsmittel und Dienstleistungen, die das Leben mit Behinderung, bei Pflegebedarf und im Alter erleichtern. Die Ausstellungsfläche ist größer als bei jeder anderen bisher durchgeführten Rehacare seit dem Jahr 1977.
Die Rehacare findet in diesem Jahr in den Hallen 3, 4, 5, 6, 7 und 7a des Düsseldorfer Messegeländes statt. Besucher finden dort Lösungen und Informationsangebote für nahezu jeden Lebensbereich und jede Zielgruppe: Mobilitäts- und Alltagshilfen, Hilfen für die ambulante Pflege, Kommunikationstechnik, barrierefreies Wohnen sowie Ideen für Freizeit, Reise und Sport.
Für einen starken Auftritt sorgt die Branche rund um Rollstuhl, Gehhilfe & Co. Rund 300 Aussteller, von mittelständischen Spezialisten bis zu den internationalen Marktführern, zeigen Neuheiten und Weiterentwicklungen, die Menschen mit Behinderung Mobilität und Selbstständigkeit zurückgeben. Kraftfahrzeughersteller präsentieren darüber hinaus wieder turnusmäßig ihre aktuellen Serienmodelle, die dank intelligenter Fahrhilfen an die Bedürfnisse behinderter Menschen angepasst sind. Dazu gesellen sich rund 20 Spezialanbieter mit maßgeschneiderten Um- und Einbauten. An der Halle 6 haben potenzielle Autokäufer die Möglichkeit, die Wagen Probe zu fahren. Wer Rollstühle, Skooter oder Handbikes auf ihre individuelle Tauglichkeit hin prüfen möchte, kann eine Teststrecke an der Halle 4 nutzen.
Das neue Rehacare-Forum bietet am 24. September erstmals Gelegenheit, sich zentral über Neuheiten, Ideen und Projekte zu informieren. Aussteller aus den einzelnen Fachbereichen der Messe stellen auf der für alle Besucher offenen Informations- und Diskussionsplattform in der Messehalle 3 ihre Innovationen vor. Sicher kein vollständiger Überblick, aber einer, der Trends aufzeigt und hilft, die zahlreichen Produktwelten gezielter zu erkunden.
Rehacare: Zahlreiche begleitende Foren und Kongresse
Generationengerechtes Planen, Bauen und Wohnen ist eines der großen Themen in der Halle 3. Dort stellt u.a. die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) zusammen mit ihren Partnerunternehmen Lösungen vor: von Systemen für einen schwellenlosen Zugang über Mobilitätsprodukte hin zu Anwendungen im Bereich der Fenster- und Türautomation, innovativer Beleuchtungstechnik sowie sanitäre Einrichtungen für den Badneubau oder die Badsanierung. Im Mittelpunkt des Standes stehen in diesem Jahr Alltagshilfen in den fünf Themenwelten "für Ihr Kind, für den Alltag, für Ihr Zuhause, für unterwegs und für Ihr Bad".
Etwa 1,2 Millionen und damit weit mehr als die Hälfte der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt, in der Regel vorwiegend von Angehörigen, die zum Teil keine zusätzliche professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Mit dem Pflegeforum "Leben mit Pflege@home" (Halle 3) richtet sich die Rehacare an diese Zielgruppe. Experten aus Pflegeverbänden geben im Rahmen von Workshops und Vorträgen praxisorientierte Tipps zur Bewältigung pflegerischer Aufgaben und informieren über Hilfs- und Beratungsangebote.
Bewährte Beratungsangebote und Themenschwerpunkte gehören selbstverständlich auch 2014 zum Programm der Rehacare. Beispiele dafür sind der Themenpark "Menschen mit Behinderung im Beruf" oder das BVMed-Hilfsmittel-Forum.Für Bewegung und Spaß sorgt das Rehacare Sport Center in der Halle 7a, das unter der Regie des Behindertensportverbandes NRW Besucher mit und ohne Behinderung dazu einlädt, mitzumachen und sich über die breite Palette der Behindertensportarten zu informieren.
Der Rehacare-Kongress "Quartiersentwicklung – alle mitten im Leben" führt am 24. und 25. September 2014 die Fachleute und Verantwortlichen bei der Entwicklung von Quartierskonzepten zusammen. Denn über den Wunsch, im Alter und bei Pflegebedarf möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben, entscheiden nicht in erster Linie altersgerecht gestaltete Wohnungen, sondern die umgebenden Strukturen. Damit rückt das Wohnviertel oder Quartier auf den Prüfstand. Repräsentanten aus der Kommunalpolitik, der ambulanten Pflege und der Wohnungswirtschaft geben ihre Kenntnisse und Erfahrungen weiter.