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Präqualifizierung

RSR warnt vor Retaxierungen bei Fristüberschreitung

Retaxierungen oder der Vorwurf des Abrechnungsbetrugs drohen, wenn Leistungserbringer in Zukunft versäumen sollten, ihre Eignungsnachweise rechtzeitig vorzulegen. Darauf weist der Reha-Service-Ring (RSR) hin.

Laut HHVG sind Leistungserbringer ohne gültige Präqualifizierungs-Urkunde seit dem 11. April dieses Jahres nicht mehr zur Versorgung der GKV-Versicherten mit Hilfsmitteln berechtigt. Darauf macht der RSR aufmerksam und empfiehlt Leistungserbringern, konsequent darauf zu achten, gültige Präqualifizierungs-Zertifikate vorzulegen. RSR-Mitglieder werden durch ein internes Warnsystem frühzeitig auf auslaufende Präqualifizierungen hingewiesen.

Die Rechtslage für Leistungserbringer habe sich damit verschärft. Das Gesetz sieht zudem keinerlei Übergangsfristen oder Kulanz-Zeiträume vor. „In der Vergangenheit gab es die Möglichkeit, trotz ausgelaufener Urkunden die Eignung gegebenenfalls im Einzelfall nachzuweisen“, erläutert RSR-Geschäftsführer Thomas Piel. „Das ist nun nicht mehr möglich. Jetzt muss in jedem Fall ein Eignungsnachweis in Form eines Zertifikats vorliegen.“

Der RSR weist darauf hin, dass die Eignung und Abgabeberechtigung eines Unternehmens ab dem Tag des Auslaufens verloren sind, wenn ein Zertifikat ausläuft und nicht verlängert wird. Auch erteilte Zertifikate können zudem eingeschränkt, ausgesetzt oder zurückgezogen werden, wenn die erteilende Stelle oder die Stelle, welche die Präqualifizierungsstelle überwacht, feststellt, dass die Voraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt sind. „Eine weitere Stolperfalle stellt auch die Regelung dar, nach der ein Leistungserbringer sofort zu einer anderen Präqualifizierungsstelle wechseln muss, wenn er erfährt, dass seine ihre Arbeit einstellt“, erklärt Piel.

Retaxierungen vermeiden: RSR empfiehlt internes Frühwarnsystem

Es besteht laut RSR ein erhebliches Retaxierungs-Risiko, wenn die Eignung nicht oder nicht mehr vorliegt. Der Leistungserbringer habe dann keinen Anspruch auf Vergütung mehr. „Außerdem ist es auch möglich, dass Krankenkassen bei Abrechnungen, die trotz fehlendem Zertifikat erbracht werden, sogar den Vorwurf des Abrechnungsbetruges erheben“, warnt Piel. Er empfiehlt allen Leistungserbringern deshalb, die eigenen Abläufe und Prozesse zu überprüfen und jeweils sehr frühzeitig die entsprechenden Anträge auf Folge-Präqualifizierung zu stellen. Der RSR hat ein internes Warnsystem eingeführt, das seine Mitglieder frühzeitig auf auslaufende Präqualifizierungen hinweist.

Der RSR Reha-Service-Ring ist eine Gemeinschaft von ca. 350 Reha- und Sanitätsfachbetrieben an über 900 Standorten in ganz Deutschland. Er ist damit eine der stärksten Gemeinschaften der Branche und arbeitet seit über 20 Jahren erfolgreich am Markt. Der RSR verhandelt für seine Mitglieder die Verträge mit den Krankenkassen und anderen Kostenträgern.

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Tobias Kurtz / 05.06.2018 - 13:58 Uhr

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