Die Sanitätshaus Aktuell AG hat sich mit einem offenen Brief an die gesetzlichen Krankenkassen gewandt. Anlass ist die geplante Kürzung der Vergütung für Hilfsmittel um drei Prozent. Das Unternehmen möchte darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen Krankenkassen und Sanitätshäusern grundsätzlich verbessern und die Rolle der Betriebe in der ambulanten Versorgung stärker sichtbar machen.
Nach Angaben von Sanitätshaus Aktuell erschweren unterschiedliche Verträge, individuelle Anforderungen und abweichende Prozesse die tägliche Zusammenarbeit. Sinkende Vergütungen bei gleichbleibendem Verwaltungsaufwand würden zusätzliche Ressourcen in den Betrieben binden, die für die Versorgung der Versicherten benötigt werden.
„Wir möchten nicht über Krankenkassen sprechen, sondern mit ihnen“, so Ulf Doster, Vorstandsmitglied der Sanitätshaus Aktuell AG. „Viele Prozesse sind über Jahre unterschiedlich gewachsen sind. Wenn wir diese gemeinsam betrachten, können wir an vielen Stellen einfacher und schneller werden. Das entlastet beide Seiten und schafft mehr Raum für das, worum es eigentlich geht: eine gute und verlässliche Versorgung der Versicherten.“
Standardisierte Abläufe sollen beide Seiten entlasten
Sanitätshaus Aktuell sieht insbesondere bei klaren Ansprechpartnern, standardisierten Abläufen und digitalen Verfahren Potenzial für eine effizientere Zusammenarbeit. Weniger manuelle Abstimmungen und einheitlichere Anforderungen könnten sowohl bei Krankenkassen als auch bei Leistungserbringern Zeit und Kosten sparen.
Der offene Brief ist als Einladung zu einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch formuliert. Anforderungen sollen frühzeitig besprochen und praktikable Lösungen gemeinsam entwickelt werden, bevor Probleme in der Umsetzung entstehen.
„Die Hilfsmittelversorgung ist ein wichtiger Teil der ambulanten Versorgung. Wir leisten als Branche jeden Tag einen erheblichen Beitrag dazu, dass Menschen gut und möglichst selbstbestimmt versorgt werden können. Dafür brauchen wir Rahmenbedingungen und Prozesse, die diese Arbeit unterstützen und nicht unnötig erschweren“, betont Doster. „Unser offener Brief ist deshalb ein erster Schritt. Wir möchten miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam daran arbeiten, dass die Zusammenarbeit einfacher, effizienter und verlässlicher wird.“