Im Fokus standen die Therapiebereiche Stomaversorgung, intermittierender Selbstkatheterismus, enterale und parenterale Ernährung sowie die chronische Wundversorgung.
Die Befragung von 735 Patientinnen und Patienten zeigt eine nahezu ausgeglichene Geschlechterverteilung. Mit 51% ist die knappe Mehrheit der Befragten weiblich. Mit 86,4% erhält die überwiegende Mehrheit der Befragten eine Versorgung in einer der untersuchten Therapiebereiche, 11,6% in zwei Therapiebereichen. Zwei Drittel der Befragten leben zusammen mit Angehörigen und knapp ein Drittel allein in einem Haushalt.
Die Hälfte der Befragten (50,1%) gehört entweder den Geburtenjahrgängen 1951-1960 (26,7%) oder 1941-1950 (23,4%) an. Die Jahrgänge 1931-1940 und 1961-1970 sind mit jeweils 18% in der Stichprobe vorhanden. Die mittlere Altersgruppe (1971-1990) umfasst einen Anteil von 8,9%, die jüngere (1991-2011) sowie hochaltrige Altersgruppe (1924-1930) nehmen jeweils einen geringeren Anteil von 1,8% ein.
Bei der Frage nach dem zentralen Ansprechpartner für die Versorgung in den verschiedenen Therapiebereichen wurde von bis zu 92,3 % der Patienten und Patientinnen bestätigt, dass deren zentraler Ansprechpartner in der häuslichen Versorgungssituation ausschließlich die Homecare-Fachkraft ist. Dieses hohe Ergebnis ist das Resultat eines persönlichen, engmaschigen Case-Managements der Homecare-Fachkräfte und deren koordinative Funktion. Der Hausarzt bzw. ambulante Pflegedienste werden nur begrenzt als zentrale Ansprechpartner genannt.
Die Frage, welche Leistungen der Homecare-Fachkräfte im Rahmen des ambulanten Therapiemanagements für Patienten und Patientinnen besonders wichtig sind, ergab folgende Punkte:
- Abstimmung mit der behandelnden Klinik
- Kommunikation mit den behandelnden Ärzten inkl. Rezeptanforderung
- Schulung und Einweisung in die Therapien inkl. regelmäßige Hausbesuche
- Beschaffung der Hilfsmittel, Nahrung und Verbandmaterialien
- Verfügbarkeit bei Fragen und Komplikationen sowie schnelle Reaktionszeiten
Die Ergebnisse der Studie bestätigen aus dem Blickwinkel der Patienten und Patientinnen die Relevanz des therapeutischen Fallmanagements der Homecare-Fachkräfte. Besonders gelobt wird die medizinische Expertise der Fachkräfte und deren koordinierende Funktion. Diese wird als unverzichtbarer, zentraler Schlüsselfaktor für eine nachhaltige und erfolgreiche Homecare-Versorgung gesehen.