Die Unternehmensgruppe XTR Group, zu der neben Tracoe Medical Deutschland auch die britische Schwestergesellschaft Kapitex Healthcare Ltd., die niederländische Tochtergesellschaft MC Europe B. V. und die österreichische Tracoe Medical gehören, hat ihren Gesamtumsatz um 23,9 Prozent auf rund 44 Mio. Euro erhöht. Mit einer Umsatzsteigerung um 21,4 Prozent auf rund 31 Mio. Euro wuchs Tracoe Medical Deutschland beinahe genauso stark wie die Gruppe.
Der Spezialist für Medizinprodukte und Hilfsmittel für Patienten mit Luftröhrenschnitt (Tracheostomie), Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) und Beatmung (Respiratory Care) mit Hauptsitz in Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) führt das Wachstum nicht zuletzt auf die besonderen Umstände des Jahres 2020 zurück: „Die Corona-Pandemie löste weltweit einen überaus erhöhten Bedarf an Beatmungshilfsmitteln aus, also auch an unseren Produkten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Jurisch: „Die Nachfrage war – und ist es immer noch – aufgrund der schrecklich ernsten Lage so groß, dass wir allein in der Produktgruppe Tracoe Percutan eine Umsatzsteigerung um 56,8 Prozent verzeichnen konnten.“ Allein in der ersten Corona-Welle im März stiegen die offenen Auftragsmengen im Kanülen-Kernsortiment des Unternehmens auf über 50.000 Stück an, während die Produktionszahl in normalen Zeiten durchschnittlich bei 15.000 bis 20.000 Stück pro Monat lag.
Das Unternehmen etablierte einen Zweischichtbetrieb, um das Risiko zu minimieren, nicht liefern zu können. Außerdem stärkte es sich personell: „Insgesamt haben wir unser Team um 34 neue Mitarbeiter verstärkt, hauptsächlich in der Produktion. Somit beschäftigen wir an unserem Standort in Nieder-Olm nun insgesamt rund 250 Angestellte“, so der Geschäftsführer.
Tracoe Medical: Ausblick auf 2021
„Wir rechnen nicht damit, dass 2021 zeitnah ‚ruhiger‘ wird“, so Jurisch weiter. Denn auch wenn es dank der entwickelten Impfstoffe zur Eindämmung der Corona-Pandemie langfristig gesehen eine Perspektive auf eine Besserung der Situation gebe, so sei die aktuelle Lage trotzdem noch angespannt und weitere Infektionswellen nicht auszuschließen. Jurisch: „Wir gehen von einem weiterhin deutlich erhöhten Bedarf aus, und zwar weltweit. Doch wir haben alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine uneingeschränkte Produktion sowie unser Angebot an Dienstleistungen und Beratung aufrechterhalten und für eine reibungslose Lieferkette Sorge tragen zu können.“