Der Mehrbranchenverbund EK Servicegroup bietet seinen Mitgliedern ein nachhaltiges Konzept für Wäsche an. GP hat mit Projektleiter Marco Schütte über das Konzept gesprochen.
GP: Herr Schütte: Warum haben Sie das Green Change-Konzept auf den Wäschebereich ausgeweitet?
Marco Schütte: Es positionieren sich immer mehr Lieferanten mit nachhaltigen Kollektionen. Bei Textilien, die wir direkt auf der Haut tragen, wie bei Wäsche und Strümpfen, ist dies besonders wichtig. Was als Trend angefangen hat, ist bei den Wäsche- und Strumpfwaren-Lieferanten schon fest implementiert. Natürlich in unterschiedlichen Ausprägungen, angefangen bei ein, zwei Serien mit nachhaltigen Fasern bis hin zu Lieferanten, deren komplettes Unternehmen klimaneutral ist. Unsere angeschlossenen Wäsche-Lieferanten bieten hier schon heute viele nachhaltige Möglichkeiten. Dieses Potenzial wollen wir zukünftig für unsere Handelspartner in unsere Green Change-Flächen integrieren oder ihnen alternativ eine eigene Green Change-Fläche nur mit nachhaltigen Wäschelieferanten anbieten. Auch vor dem Hintergrund, dass das Thema Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle spielt, ist so für die Wäscheabteilungen des Fachhandels eine neue Art der Präsentation für nachhaltige Wäschesortimente entstanden.
Das Green Change- Konzept
Die EK will Fair Fashion im konventionellen Modehandel erlebbar machen und hat dafür das Flächenkonzept „Green Change“ mit eigenem Ladenbau entwickelt. Es soll ein Ort zum Entdecken, Ausprobieren und Verweilen sein. Schon von Anfang an war die Idee, mit „Green Change“ am POS auf Plastik und Metall zu verzichten und mit einem nachwachsenden Rohstoff einen aufmerksamkeitsstarken Auftritt für Textilien und Lifestyle-Artikel zu erzielen. Die Shop-Lösungen kombinieren 16 mm starke Papierwabenplatten, stabile Papprohre und verschieden großen Holzstangen für Hängeware. Sollte die Fläche nicht mehr zum Einsatz kommen, kann sie laut Verbundgruppe dem normalen Papier-Recycling-Kreislauf wieder zugeführt werden. Die EK überträgt das Green Change-Modell jetzt auch auf Wäsche. Die erste Green Change-Fläche ist im Oktober 2021 im Modehaus May in Waldshut-Tiengen eröffnet worden.
EK in Kürze
Die EK versteht sich als internationaler Dienstleister für den Einzelhandel und ist somit Einkaufsgemeinschaft, Marketingverbund und Kompetenznetzwerk über verschiedenste Branchen hinweg. Sie betreut rund 4.200 Einzelhandelsunternehmen aus vielen europäischen Ländern.
Laut vorläufigen Zahlen kletterte der Umsatz im Jahr 2022 um 9,3 Prozent auf rund 2,4 Mrd.
Das komplette Interview lesen GP-Abonnenten in der Februar-Ausgabe von GesundheitsProfi.