In Heidelberg gibt es deutschlandweit die meisten jungen Haushalte. In keinem anderen deutschen Kreis gibt es einen höheren Anteil an Haushalten, deren Hauptverdiener unter 30 Jahren ist, als in der baden-württembergischen Universitätsstadt. Fast 23 Prozent aller Haushalte in Heidelberg sind junge Haushalte. Auf den Plätzen zwei und drei des Rankings folgen die Stadtkreise Bayreuth und Regensburg, wo in fast 20 Prozent aller Haushalte der Haushaltsvorstand unter 30 Jahren ist. Das geht aus der neuen Studie „GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2021“ hervor.
„Ein Blick auf die Top 10 der Kreise mit dem höchsten Anteil an jungen Haushalten zeigt, dass die stark überdurchschnittlichen Werte unter anderem auf große Universitäten in den jeweiligen Städten zurückzuführen sind. Umgekehrt befinden sich die Kreise mit der geringsten Anzahl an jungen Haushalten in ländlichen Gebieten, vor allem im Osten des Landes. Den letzten Platz belegt, wie auch schon in den Vorjahren, der Landkreis Spree-Neiße, wo der Hauptverdiener nur in etwas mehr als 5 Prozent aller Haushalte unter 30 Jahren ist.“
lexandra Deutsch, GfK-Expertin im Bereich Geomarketing
Seniorenhaushalte: Stadtkreis Suhl an der Spitze
Die meisten Haushalte, in denen der Hauptverdiener 60 Jahre oder älter ist, finden sich entsprechend eher in ländlichen Gebieten und vor allem im Osten. Der Landkreis Spree-Neiße, der bei den jungen Haushalten den letzten Platz belegt, befindet sich deutschlandweit auf Platz neun der Seniorenhaushalte. Den höchsten Anteil gibt es im Stadtkreis Suhl in Thüringen, wo mehr als 48 Prozent aller Haushaltsvorstände über 60 Jahren sind. Damit liegt der Kreis fast 32 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Den zweiten Platz des Kreisrankings belegt der Stadtkreis Dessau-Roßlau mit 47,61 Prozent, gefolgt vom Landkreis Altenburger Land mit 47,07 Prozent.
Insgesamt weisen 271 aller 401 Kreise in Deutschland einen überdurchschnittlichen Anteil an Seniorenhaushalten auf. Ein überdurchschnittlicher Anteil junger Haushalte findet sich hingegen nur in 114 deutschen Kreisen. Junge Menschen wohnen also regional wesentlich selektiver und geballter.