Mit dieser Zusammenarbeit soll Patienten mit chronischen Erkrankungen ein nahtloses und intuitives Nutzererlebnis ermöglicht werden, teilt Beurer mit. Medisanté ist ein in der Schweiz ansässiger, globaler Anbieter im Bereich medizinischer IoT. Die Produkte im Bereich der Telemedizin seien sofort einsatzbereit, ohne dass eine komplizierte Einrichtung oder Smartphone-Apps erforderlich sind.
Beurer setzt auf die medizinische IoT-Cloud-Infrastruktur (M+ Hub) von Medisanté, um die neuen IoT-Geräte über ein privates Mobilfunknetz für die Fernüberwachung von Patienten und dezentrale klinische Studien zu verbinden und zu verwalten. Beurer und Medisanté vereinen nach eigenen Angaben spezielle Funktionen im Bereich Remote Device Monitoring (RDM) und Gerätelogistik, durch die B2B-Organisationen im Gesundheitswesen und der Wissenschaft von minimalen Gesamtbetriebskosten ihrer Geräte in der virtuellen Gesundheitsversorgung profitieren.
„Mobilfunkfähige Waagen und Blutdruckmessgeräte bieten älteren Patienten mit chronischen Erkrankungen ein reibungsloses und sicheres Geräteerlebnis bei der Fernüberwachung. Um den aufstrebenden Markt für Telemedizingeräte besser bedienen zu können, haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit Medisanté und deren innovativer, medizinischer IoT-Cloud-Infrastruktur entschieden. Wir gehen davon aus, dass neue Erstattungsrichtlinien für die Fernüberwachung von Patienten in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden die Akzeptanz solcher Geräte in den kommenden Jahren fördern werden.“
Marco Bühler, Geschäftsführer von Beurer
Gilles Lunzenfichter, CEO und Mitgründer von Medisanté, ergänzt: „Diese bahnbrechende Zusammenarbeit zwischen Medisanté und Beurer als Branchenführer im Bereich der Gesundheitsprodukte für die Heimanwendung ist eine weitere Bestätigung unserer Strategie für die medizinische IoT-Cloud-Infrastruktur. Da Gesundheitsdienstleister in ganz Europa im Zuge der Pandemie mit der Implementierung virtueller Pflegeprogramme für chronische Erkrankungen begannen, setzen wir uns gemeinsam mit Beurer für eine reibungslose Interoperabilität ihrer virtuellen Pflegeplattformen und die Minimierung der Gesamtbetriebskosten ihrer Geräte ein.“
Beurer: Datenerfassung in Echtzeit
Die Kooperation ermögliche eine nahtlose und sichere IoT-Datenerfassung durch medizinische Fachkräfte und Pflegeteams praktisch in Echtzeit. Als im Zuge der Pandemie die telemedizinische Patientenversorgung enormen Zuspruch gefunden habe, habe sich gezeigt, dass Telemedizin die Zukunft mitbestimmen wird. Die nächste Phase des Telemonitorings werde voraussichtlich durch die Fernüberwachung von Patienten (Remote Patient Monitoring, RPM) und dezentrale klinische Studien (Decentralized Clinical Trials, DCT) geprägt sein, bei denen persönliche Gesundheitsgeräte zum neuen Datenerfassungs-Tool für Pflegeteams in ihren Gesundheits-IT-Systemen werden. Dabei würden auch Standards hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Inklusion berücksichtigt.
Um das virtuelle Krankenhaus zu den Patienten nach Hause zu bringen, würden immer neue von Gesundheitsdienstleistern bereitgestellte IoT-Geräte, die keine Konfiguration durch die Patienten erforderten, mit der auf einem privaten Funknetz basierenden globalen medizinischen IoT-Cloud-Infrastruktur verbunden und verwaltet. So werden IoT-Daten „as a Service” auf jeder beliebigen virtuellen Pflegeplattform für die Pflegeteams bereitgestellt.