Alexander Britz, Leiter Public Sector bei Microsoft (Foto: Redaktion)

Big Bang Health Tag 1: zentrale Aussagen

Mehrwert kommunizieren

Am 11. und 12. September findet in Berlin das Big Bang Health Festival statt. Künstliche Intelligenz und damit verbundene Fragen stehen im Mittelpunkt des Programms. Eine Zusammenfassung des ersten Tags in kurzen Statements.

  • 11.09.2024
  • Tobias Kurtz
  • 2 Minuten

Die Gesundheitsfachberufe erkennen den Mehrwert der Datenautobahn. Die Qualität der Versorgung erhöht sich, die Effizienz steigt. Doch der Einführungsprozess erfordert Ausdauer, z.B. für die Ausstellung der beiden Authentifizierungskarten. Diese Ausdauer haben nicht alle. Daher braucht es viel Kommunikation.
Dr. Jan Helmig, Geschäftsführer Opta Data Gruppe

Die beste Zeit, sich mit KI zu beschäftigen, war vor fünf Jahren. Die zweitbeste ist jetzt.
Alexander Britz, Leiter Public Sector bei Microsoft

Das Hauptproblem in Deutschland ist die fehlende Interoperabilität. Uns fehlt der breite Datenaustausch, also die Masse für KI. Wir müssen daher alle Stakeholder an einen Tisch holen. Viele Projekte sind dateninfrastruktur-getrieben.
Dr. Carina-Nina Vorisek (Charité Universitätskilinkum Berlin)

Digitalisierung bedeutet Kommunikation auf eine andere Art und Weise. Der Faktor Mensch wird in Zukunft noch wichtiger. Das persönliche Gespräch wird zur Quality Time.
Prof. Dr. David Matusiewicz (FOM Hochschule, 10xD)

Kranke Menschen wollen sich absichern. Die Apotheken wollen sie bei der Digitalisierung begleiten. Wir wollen die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem sein und könnten zum Beispiel die Daten digitaler Gesundheitsanwendungen und von Wearables auswerten. So könnten wir die Menschen bei der Prophylaxe unterstützen.
Gabriele Overwiening (ABDA) zur künftigen Rolle der Apotheken

Wie kann ich meinen Alterungsprozess aufhalten? Das ist kein Voodoo, sondern Wissenschaft. Jeder Mensch altert anders. Mal ist eine schlechte Besiedelung mit Bakterien im Darm ein Problem, mal Diabetes. Ein Infarkt ist nur die Spitze des Eisbergs. Daher muss man im Alter von 20 oder 30 Jahren mit Prävention anfangen.
Dr. Jan Stritzke (Lanserhof) zum Thema Longevity

„Prompten“ heißt denken. Bleiben Sie kritisch, benutzen Sie Ihren Verstand. Die Soft Skills von heute sind die Hard Skills von morgen, um gemeinsam die Früchte der KI zu ernten.
Prof. Stefan Heinemann (FOM Hochschule)

Computer sehen besser, hören besser und schlussfolgern teilweise besser als Menschen. Das Smartphone entwickelt sich zum Health Tech Device. Und hier spielt sich der Wettbewerb ab. Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein laufen schon Tests mit einer Prämedikationssprechstunde in der Notaufnahme über einen Avator. Dabei werden Herzfrequenz und andere Vitalwerte erfasst.
Dr. Stefan Ebener (Google)

„Sie haben Krebs.“ Wenn Ärzte ihren Patienten so eine Diagnose mitteilen, halten sie es maximal 16 Sekunden aus, still zu sein, bevor sie mit Allgemeinplätzen oder Therapiemöglichkeiten kommen. Der Patient braucht im Schnitt nur zwei Sekunden länger, um für sich Ordnung zu schaffen und dann selbst zu fragen. Man kann üben, ihm diese Zeit zu geben. Kommunikation ist die wichtigste Medizin, um Vertrauen aufzubauen. Überall findet Coaching statt. Aber nicht in der Medizin, weder in der Kommunikation noch in der Reflektion.
Jalid Sehouli (Charité)

Headerfoto: Alexander Britz, Leiter Public Sector bei Microsoft (Foto: Redaktion)

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