Seit dem 1. Juli 2012 unterstützen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) die Entwicklung der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik (Bufa) zum Kompetenzzentrum. Die Kosten für die dreijährige Projektlaufzeit betragen rund eine Million Euro. Dies teilte der BIV-OT mit.
Andreas Kepper vom Bundesministerium für Wirtschaft betonte anlässlich der Einweihung des Instituts für Messtechnik und Biomechanik (IMB) an der Bufa die Bedeutung der Förderung berufsbildender Einrichtungen zu Kompetenzzentren. "Neben der Exzellenzförderung der akademischen Bildungseinrichtungen ist die Förderung der berufsbildenden Schulen sehr wichtig. Das deutsche duale System erweist sich als extrem wichtiger Standortfaktor und Innovationstreiber der deutschen Wirtschaft."
Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des BIV-OT schloss sich der Bedeutung des IMB für die Zukunft des Gesundheitsmarktes an und unterstrich, dass er "alles tun werde, damit die Bufa ihren Platz in der Champions League der berufsbildenden Einrichtungen nicht nur halten, sondern auch ihre Position als Meister ihrer Klasse und künftiges Kompetenzzentrum ausbauen wird." Ein weiterer Meilenstein des Kompetenzzentrums werde die Entwicklung von Leitprojekten sein, in denen fachliche Inhalte nach modernsten Methoden aufbereitet und anderen Berufsbildungsstätten zur Verfügung gestellt werden.
Zukünftige Partner der Zusammenarbeit stellten die Bedeutung des IMB für ihr Fach dar: Neben Prof. Thomas Felderhoff von der FH Dortmund, Institut für Informationstechnik, und Prof. Dr. Bernd-Dietrich Katthagen, Direktor der Orthopädischen Klinik des Klinikums Dortmund, stellte Prof. Gert-Peter Brüggemann, Institut für Biomechanik in der Orthopädie, Deutsche Sporthochschule Köln, mögliche gemeinsame Fragestellungen vor.
Zu den ersten praktischen Aufgaben des Institutes zähle unter anderem die Analyse der Bewegung und der Kräfte bei Rollstuhlfahrer, so Bufa-Direktor Stefan Bieringer.