Wie ist eine Prothese aufgebaut? Wie leistungsfähig sind 3D-gedruckte Materialien in der Orthopädie(schuh)technik? Und welche Lebensziele können Menschen dank ihres Hilfsmittels erreichen? Im Foyer des neuen, insgesamt 9.000 qm großen Technologie- und Innovationscenters (TIC) können Kunden und Besucher des Sanitätshaus Rahm die Faszination moderner Hilfsmittelversorgungen erleben. Geschäftsführer Marco Hammerstein, Benjamin Krautz, Geschäftsbereichsleitung Produktion OT/OST, sowie Lutz Klasen, Geschäftsbereichsleiter Technische Orthopädie, haben GP das Konzept vorgestellt.
Vollkommen zufrieden ist Marco Hammerstein nicht. Seine Körperhaltung lässt sich noch verbessern. Das zeigt die Messung, nachdem er sich einen Moment lang frontal und seitlich vor eine Kamera gestellt hat. Das Messsystem hat die Körperhaltung ohne das Anbringen von Markern ausgewertet.
An mehreren Stationen können Kunden im Foyer des neuen Technologie- und Innovationscenters von Rahm die Möglichkeiten des orthopädie(schuh)technischen Handwerks erkunden. Das beginnt bei einem Prothesenkonfigurator und reicht über Fenster in die Werkstatt bis zu einem Schaubild, wie der Sanitätsfachhandel in Versorgungsnetzwerke mit Kliniken, Ärzten und Therapeuten eingebunden ist. Die „Rahm-Helden“ vermitteln eindrücklich, dass hinter jeder Hilfsmittelversorgung ein Mensch mit seiner individuellen Lebensgeschichte steht.
„Wir haben uns unter anderem von Technikmuseen inspirieren lassen“, erklärt Lutz Klasen beim Rundgang durch das große Empfangsfoyer, das sich von klassischen Sanitätshäusern fundamental unterscheidet. „Viele Vitalzentren strahlen eine klinische Atmosphäre aus. Wir wollten den Auftritt bewusst wohnlich gestalten“, formuliert Marco Hammerstein den Anspruch.
Dafür sorgen warme Farben und viel Tageslicht. Ebenso einladend präsentieren sich die Anproberäume. Dank ihrer großzügigen Gestaltung finden auch Angehörige oder Therapeuten bequem Platz für gemeinsame Termine. Je ausführlicher die Versorgung besprochen werde, umso eher könnten sich die Kunden weitere Besuche sparen, führt Benjamin Krautz aus. Die Räume lassen sich flexibel für orthetische und prothetische Versorgungen nutzen. Die benötigten Werkzeuge finden die Techniker in rollbaren Trolley-Containern.