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APOkix-Befragung IFH Köln

Elektronisches Rezept: Apotheker bleiben skeptisch

Elektronisches Rezept: Apotheker bleiben skeptisch Das IfH Köln hat vor dem Start des Pilotprojekts zum elektronischen Rezept die Apotheker befragt. (Grafik: IfH Köln)

Die aktuelle APOkix-Befragung des IFH Köln zeigt kurz vor Start der Testphase des eRezeptes: Apothekenleiter stehen der Einführung des elektronischen Rezeptes überwiegend skeptisch gegenüber.

Während eRezepte in vielen anderen europäischen Ländern genutzt werden, startet im November mit dem Pilotprojekt „Gerda“ in Baden-Württemberg die Testphase für den deutschen Markt. Im kommenden Jahr soll das digitale Rezept bundesweit eingeführt werden. Aktuell zeigt sich die Mehrheit der Apotheker aber noch nicht überzeugt von dem neuen elektronischen Rezept: 38 Prozent der Befragten bewerten die Einführung als negativ und 44 Prozent sind noch unentschlossen. Dabei ist eine Mehrheit der Apotheker auch noch nicht ausreichend informiert – nur 24 Prozent geben an, sich mit der Einführung des eRezepts bereits intensiv auseinandergesetzt zu haben. Das zeigt die APOkix-Umfrage des IFH Köln im Oktober 2019.

Trotz oder grade wegen der grundsätzlich noch eher unsicheren Einordnung des E-Rezeptes, bewerten die befragten Apotheker das in Baden-Württemberg anstehende Pilotprojekt überwiegend als positiv. Denn insbesondere dem Einführungsprozess stehen sie skeptisch gegenüber: 91 Prozent befürchten rund um die technische Umsetzung beim Bereitstellungs- und Anbindungsprozess Schwierigkeiten. Sie rechnen darüber hinaus von Seiten der Patienten mit Bedenken zum Umgang mit den elektronisch gespeicherten Daten, sowie starkem Informationsbedarf. 86 Prozent plädieren außerdem dafür, neben der elektronischen Version auch das klassische Papierrezept beizubehalten.

Der Schritt hin zum digitalen Rezept bedeutet zudem für 97 Prozent der befragten Apotheker einen noch weiter verstärkten Wettbewerb mit ausländischen Versandapotheken. Über diese Vorbehalte hinaus, erwartet aber knapp die Hälfte der Befragten über die elektronische Handhabung von Rezepten eine schnellere Versorgung der Patienten, einen besseren Schutz vor Rezeptbetrug oder die Reduktion von Abgabefehlern.

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Tobias Kurtz / 08.11.2019 - 08:00 Uhr

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