Die Hartmann Gruppe hat ihre Geschäftsentwicklung aus dem ersten Quartal 2026 fortgesetzt. Von Januar bis Juni stiegen die Umsatzerlöse auf 1.252,0 Millionen Euro. Organisch entspricht dies einem Wachstum von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das bereinigte EBITDA erreichte 151,7 Millionen Euro und lag damit 25,9 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Die bereinigte EBITDA-Rendite erhöhte sich von 10,4 auf 12,1 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens profitierte die Entwicklung weiterhin von den Effekten des abgeschlossenen Transformationsprogramms. Mit der Strategie PLUS2030 will Hartmann unter anderem profitables Wachstum, Innovation und Produktivität vorantreiben sowie Vertriebseffizienz und Kundennähe stärken.
In der Wundversorgung wurde das Wachstum insbesondere von modernen Produkten mit atraumatischen Verbänden sowie der Geschäftsentwicklung in den USA getragen. Belastend wirkten Änderungen bei der Rückerstattung in Frankreich sowie Unsicherheiten über die weitere Entwicklung in Deutschland. Im Inkontinenzmanagement trugen vor allem Inkontinenzhosen und Produkte für die Versorgung mittlerer bis schwerer Inkontinenz zum Wachstum bei. Im Infektionsmanagement sorgten unter anderem Produkte zur Hände- und Flächendesinfektion, OP-Sets sowie OP- und Untersuchungshandschuhe für Zuwächse.
Prognose für Gesamtjahr bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2026 hält Hartmann an seiner bisherigen Prognose fest. Das Unternehmen erwartet ein moderates organisches Umsatzwachstum sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 270 und 310 Millionen Euro.
Für das zweite Halbjahr rechnet Hartmann allerdings mit einer stärkeren Kostenbelastung bei Material, Energie und Fracht infolge des Iran-Kriegs. Die höheren Aufwendungen könnten nach Unternehmensangaben nur teilweise durch Preismaßnahmen ausgeglichen werden. Für 2027 erwartet Hartmann zudem negative Auswirkungen neuer Regelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung sowie geplanter Änderungen durch die Pflegereform auf die bislang positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.