Die Hartmann Gruppe behauptet sich auch im Jahr 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld: In den ersten neun Monaten des Jahres erzielte das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 2,0 Prozent. Die Umsatzerlöse lagen bei 1.826,0 Millionen Euro. Besonders positiv entwickelten sich die strategischen Segmente Inkontinenzmanagement, Wundversorgung und Infektionsmanagement.
Im Inkontinenzmanagement war das Wachstum unter anderem auf die starke Nachfrage nach Inkontinenzhosen sowie Produkten für leichte Inkontinenz und Skin & Patient Care zurückzuführen. Die Wundversorgung profitierte vor allem von den Produkten Zetuvit Plus Silicone und Resposorb Silicone – beides atraumatische Verbandstoffe aus strategischen Wachstumsbereichen. Auch im Infektionsmanagement lagen die Umsätze über dem Vorjahr, insbesondere durch Zuwächse bei Desinfektionsmitteln sowie bei MediSets und CombiSets.
Dem gegenüber standen rückläufige Entwicklungen im Handelsgeschäft mit Schutzprodukten sowie in einzelnen Regionen, insbesondere bei verschreibungspflichtigen Wundversorgungsprodukten in Deutschland und Frankreich.
Fokus auf Innovation und Engagement
Das bereinigte EBITDA lag nach neun Monaten bei 195,8 Millionen Euro und damit 18,2 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Rendite betrug 10,7 Prozent. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch vorgezogene Vertriebs- und Marketingmaßnahmen zur Produkteinführung sowie durch gestiegene Materialkosten.
Trotz dieser Rahmenbedingungen setzt Hartmann den Fokus weiterhin auf Innovation und Wachstum. Investitionen in zukunftsweisende Projekte wurden konsequent fortgeführt. Eine im dritten Quartal durchgeführte Mitarbeiterbefragung mit dem Forschungsinstitut Gallup zeigte zudem einen Anstieg des Engagements unter den weltweit Beschäftigten.
Für das Gesamtjahr 2025 bestätigt Hartmann seine Prognose: Erwartet wird ein moderates organisches Umsatzwachstum sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 250 und 290 Millionen Euro. Das Unternehmen verfolgt weiterhin ein vorsichtiges Kostenmanagement, um flexibel auf anhaltende wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten reagieren zu können.