Die Teilnehmerzahlen der Juzo Lymphsymposien steigen seit fünf Jahren kontinuierlich an, teilt der Kompressionsspezialist aus Aichach mit. Sie spiegelten das wachsende Interesse am interprofessionellen Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Lymphologie wider.
Mit 4.700 Quadratmetern Veranstaltungsfläche bot das Konferenzzentrum im Münchner Norden reichlich Platz für die über 300 Fachleute, die zum 6. Münchner Lymphsymposium anreisten. Die wissenschaftliche Leiterin Dr. med. Michaela Knestele, Chefärztin im Wundzentrum Allgäu, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vergleich: Demnach seien die verschiedenen Disziplinen in der Lymphologie wie ein Orchester – und hier wie dort könne "nur das optimale Zusammenspiel aller Beteiligten den perfekten Klang, für den Patienten den bestmöglichen Behandlungserfolg erzielen".
Ziel des Münchner Lymphsymposiums war es nicht nur, die Behandlung des Lipödems, des Lipolymphödems und des adipositasassoziierten Lymphödems aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, sondern auch den Teilnehmern aus Medizin und Fachhandel genügend Raum und Zeit für individuelle Fragestellungen zu geben. Dr. med. Katharina Rüger referierte über die Schwierigkeiten in der Differenzierung zwischen primären und sekundären Lymphödemen, Lipödemen und Lip-Lymphödemen bei adipösen Patienten und präsentierte eine beeindruckende Bilddokumentation von Krankheitsverläufen. Dr. med. Susanne Kümmerle zog die Zuhörer mit einem Vortrag über die Gewichtsreduzierung bei Lipolymph-Patienten und die Bedeutung der Eigenverantwortung in den Bann. Auf die Möglichkeiten und Erfolge, aber auch die Grenzen der Liposuktion ging Dr. med. Stefan Rapprich ein, während Christine Hemmann-Moll praxisnah die Kompressionsversorgung bei adipösen Patienten erörterte.
Spende für Deutsche Gesellschaft für Lymphologie
Mit einem besonderen Gastgeschenk fuhr Dr. Christian Schuchhardt, der langjährige wissenschaftliche Leiter der Münchner Lymphsymposien und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie, zurück nach Freiburg: Ulrich Frey, Leiter des Produktmanagements bei Juzo, dankte ihm für seine Verdienste und überreichte einen Spendenscheck über 7.500 Euro zu Gunsten der Forschungsgesellschaft.