Im Rahmen einer Preisverleihungsgala im Düsseldorfer Museum Kunstpalast wurden am 26. September zum fünften Mal die Leonardo Awards für beispielhaftes Marketing im Gesundheitsfachhandel verliehen. Ausgezeichnet wurden die besten Häuser in den Kategorien Sanitätshaus, Reha-Fachhandel, Orthopädie-Technik und OrthopädieSchuhtechnik. Hinzu kam der Sonderpreis für die beste Marketing Innovation – dieses Jahr in dreifacher Ausfertigung.
Am Ende herrschte auf der Bühne dichtes Gedränge und goldenes Lametta rieselte von der Decke herab. Neben den Preisträgern hatten sich auch die für den Leonardo Award nominierten Unternehmer versammelt. Ganz nach dem Motto: Es kann nur einen Sieger geben – aber jeder der insgesamt 40 Nominierten, die sich als die zehn Besten in vier Kategorien für die Shortlist qualifiziert haben, ist bereits ein Gewinner. Gemeinsam feierten sie daher den Abschluss eines festlichen Abends.
Die Auszeichnungen sowie der partnerschaftlichen Austausch untereinander standen im Mittelpunkt des Abends. Abgerundet wurde er mit zwei Fachvorträgen. Prof. Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein stellte die Entwicklung des Online-Handels und das veränderte Einkaufsverhalten der Kunden vor. Prof. Christian Gündling (Jade Hochschule Niedersachsen) regte die Sanitätsfachhändler zu innovativen Strategien an und forderte die "Zerstörung des Durchschnittlichen".
Leonardo Award: Die Preisträger
Besonderer Grund zur Freude herrschte bei Petra Kröger-Schumann, Inhaberin der Medizintechnik und Sanitätshaus Harald Kröger GmbH in Massen-Niederlausitz. Sie wurde gleich in zwei Kategorien – Orthopädietechnik und Orthopädie-Schuhtechnik – mit einem Leonardo Award ausgezeichnet. Mit dem Award in der Kategorie Sanitätshaus wurde das Draxler Sanitätshaus in Schwabach prämiert. Als bestes Unternehmen des Rehafachhandels erhielt das Reha Team Nord-Württemberg aus Weinsberg die Auszeichnung.
Dem Branchenevent, das alle zwei Jahre regelmäßig zeitgleich zur Rehacare stattfindet, ging ein dezidiertes Auswahlverfahren voraus: Anfang des Jahres haben Vertreter aus Industrie, Marketing, Medien und Verbänden als Fachjury den deutschen Markt unter die Lupe genommen und nach klar vorgegebenen Kriterien bewertet. Die 40 Anwärter haben sich durch besondere Leistungen in Verkaufsförderung, Werbung und Kommunikation, bei der Gestaltung der Geschäftsräume, in der Personalführung und -entwicklung, in der Sortimentsgestaltung, bei der Kommunikation ihrer Unternehmensphilosophie und beim Qualitätsmanagement für die Endausscheidung qualifiziert. "Sie haben bei der Jury bleibenden Eindruck hinterlassend", lobte Werkmeister-Geschäftsführer Markus Reischek stellvertretend für die gesamte Jury die nominierten Unternehmer. Generell habe Marketing heute einen wesentlich höheren Stellenwert in der Sanitätshausbranche als zu den Anfängen des Leonardo Awards.
Sinn und Zweck der Leonardo Awards, die vor zehn Jahren von Unternehmen, Verbänden und Medien der Branche ins Leben gerufen wurden, ist es, das Bewusstsein für zeitgemäßes und erfolgsorientiertes Marketing im Gesundheitsfachhandel zu wecken und beispielhafte Ideen einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.
Marketing-Sonderpreis
Flankierend wird die Marketing Innovation als Sonderpreis für innovative, in Eigeninitiative durchgeführte Einzelaktionen und -maßnahmen verliehen. Im Unterschied zum Leonardo Award bewerben sich Unternehmen für diese Auszeichnung selbst. Die Jury prämierte dieses Jahr gleich drei Ideen:
Mit der "Reha Activ Plus Service Card" hat die Firma Reha-Activ aus Rösrath ein ebenso innovatives wie sinnvolles Instrument zur Kundenbindung entwickelt.
Mit "Hessing 1868" bietet die Hessing Zentral Orthopädie & Schuhtechnik aus Augsburg seit April 2014 nach Kundenwunsch von Hand gefertigte, klassische Herren-Maßschuhe an, um auch außerhalb des Klinikbetriebs Kundschaft anzusprechen.
Die Stamos & Braun Prothesenwerk GmbH aus Dresden eröffnete Anfang 2014 und hat sich auf individuelle Silikonüberzüge für Hightech-Prothesen, die kaum von echten Gliedmaßen zu unterscheiden sind, spezialisiert. Entsprechend offensiv geht man in die Kommunikation.