„Mara steht stellvertretend für junge Frauen mit Lipödem zwischen 15 und 25 Jahren. In dieser Alterskategorie gibt es aktuell keine Personen, mit denen sich junge Frauen wirklich identifizieren können. Maras Geschichte soll sie mit ihrem Krankheitsbild abholen“, steigt Vanessa Reins in das Gespräch ein. Gemeinsam mit der Kommunikationsagentur „We. Communications“ und Helena Rappich von Lipocheck hat sie Mara, eine fiktive 18-jährige junge Frau mit Lipödem, ins Leben gerufen.
Mara ist jedoch keine reale Person. Mithilfe von über 800, von Betroffenen beantworteten, Fragebögen steht sie stellvertretend für eine Vielzahl von Schicksalen mit der Diagnose Lipödem. „Mara erzählt auf Instagram ihre Geschichte. Dabei fließen die Ergebnisse unseres Fragebogens mit ein. Es sind also Geschichten, wie sie tagtäglich tausenden Frauen widerfahren, die ein Lipödem haben“, erklärt Vanessa Reins. Dazu hat die Agentur „We. Communications“, die die Kampagne pro bono betreut, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Bildmaterial einer typischen 18-jährigen generiert, auf ihrem Instagram-Account „hi.ichbinmara“ berichtet diese von ihrem Alltag mit Lipödem. Dabei soll es aber nicht allein beim Instagram-Account bleiben. Man wolle die Kampagne gerne großflächig spielen, um möglichst viele Betroffene zu erreichen. „Aktuell suchen wir noch Sponsoren, um die Kampagne zu vergrößern und deutschlandweit auszubauen. Wir wollen angelehnt an die bekannten, großen Gesundheitskampagnen das Thema großflächig bespielen, um die maximale Wirkung zu erzielen und möglichst viele Menschen aufzuklären. Mara ist nur der Anfang“, so Vanessa Reins.
Denn auch wenn es eine gut vernetzte Community in Deutschland gibt, herrscht doch oftmals gerade bei Personen ohne Diagnose oder zu Beginn nach einer Diagnose viel Unsicherheit vor. „Wir wollen mit den Vorurteilen aufräumen, zum Beispiel, dass ein Lipödem gleichzusetzen ist mit Adipositas oder Mehrgewicht“, ergänzt die Influencerin. Besonders in der Zielgruppe der jungen Frauen gäbe es wenige Vorbilder, die als Informations-Multiplikatoren dienen könnten.
Für Vanessa Reins ist klar: „Es geht uns nicht ums Jetzt, sondern darum, dass nachfolgende Generationen es mal einfacher haben werden. Ein gutes Beispiel ist die Diabetes-Versorgung: In den 80ern musste man für jeden Blutzuckertest zum Arzt. Heutzutage trackt man den Wert ganz einfach per Smartphone oder Messgerät aus Apotheke oder Sanitätshaus. Für solch einen Wandel setzen ,We. Communications‘, Lipocheck und ich uns ein!“