5,2 Millionen Frauen und 1,1 Millionen Männer ab 50 Jahren sind in Deutschland von Osteoporose betroffen – jährlich erkranken 885.000 Menschen neu. Und obwohl Knochenschwund zu den bedeutendsten Erkrankungen unserer Zeit zählt, kennt sich laut einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Deutschen nur ein Drittel mit der Erkrankung aus. Gisela Klatt, Präsidentin Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., weiß aus ihrer Arbeit: „Ich merke täglich, wie sehr Betroffene davon profitieren, sich mit anderen über ihre Erkrankung auszutauschen und wie viel sie von den Erfahrungen anderer lernen. Wir als Verband geben Osteoporose-Patienten eine Stimme und setzen uns für mehr Aufklärung ein mit dem Ziel, die Versorgungssituation und das Leben der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.“
Medi macht anlässlich des Weltosteoporose-Tags darauf aufmerksam, dass gezielte Übungen helfen können, den Knochenschwund vorzubeugen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es leichte Gymnastik oder ein strammer Spaziergang ist. Lena Hertrich, Medical Advisor bei Medi, weiß aus ihrer langjährigen praktischen Erfahrung als Physiotherapeutin: „Um Knochenschwund vorzubeugen und die Knochenstruktur sowie die Knochenmasse möglichst lange zu erhalten, gibt es verschiedene Trainingsmöglichkeiten. Am besten sind gezielte Sportübungen, bei denen die Knochen gestärkt werden, zum Beispiel moderates Krafttraining, Wandern, Nordic Walking oder Gymnastik. Je früher man damit beginnt, umso besser!“ Ein Tipp, den Erich Fichtner, Osteoporose-Patient aus Weiden in der Oberpfalz, nur bestätigen kann: „Bewegung zu vermeiden ist der falsche Weg. Ich bin 82 Jahre alt, aber gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und betätige mich sportlich viel. Aus meiner Erfahrung kann eine nachhaltige Besserung oder Linderung nur durch ein kontinuierliches Training und ein regelmäßige Bewegungstherapie erzielt werden.“
Viel Bewegung im Alter
Wertvoller Nebeneffekt: Das körperliche Training schult auch Körperstabilität, Balance und Flexibilität – die Koordination und Sicherheit beim Gehen verbessert sich, was die Wahrscheinlichkeit für Stürze im Alter reduziert. Sturzprophylaxe ist wichtig, denn wer nicht stürzt, riskiert weniger Frakturen. Studien belegen, dass ein Kraft- und Gleichgewichtstraining das Sturzrisiko um 15 bis 50 Prozent senken kann. „Um die Gefahr von Stürzen weiter zu vermindern, sollten Betroffene auch ein Koordinationstraining in das Trainingsprogramm integrieren“, erklärt Lena Hertrich. „Ziel ist in erster Linie, das Gleichgewicht und Reaktionsvermögen zu verbessern. Eine hervorragende Möglichkeit, dies mit Spaß zu trainieren, ist das Tanzen – vor allem für ältere Paare ein toller Zeitvertreib, der gleichzeitig die Gesundheit und den Körper stärkt.“
Orthesen können Abhilfe schaffen
Um osteoporotische Wirbelkörperfrakturen oder chronische Rückenschmerzen zu behandeln, ist in den meisten Fällen der Einsatz von rückenaufrichtenden Orthesen ein wertvoller Therapiebaustein. Ihr Beitrag zum Therapie-Erfolg: Sie lindern Schmerzen, stützen, erleichtern das Atmen und mobilisieren. „Betroffenen rate ich unbedingt auf die Qualität der Orthesen zu achten, denn die Auswahl ist groß“, erklärt Erich Fichtner. Im Austausch mit Ärzten, Fachhändlern und Anwendern hat der Hilfsmittelhersteller Medi den Tragekomfort der Spinomed noch einmal weiterentwickelt: Ein innovatives Pivot-Gelenk ermöglicht den Patienten mehr Mobilität im Alltag und ein optimiertes Gurt System sorgt für eine spürbare Aufrichtung.