Die Konzentration auf die „normalen“ Wochenarbeitstage (statt wie bisher Mittwoch bis Samstag) soll damit eine gleichmäßigere Ausnutzung der Aussteller-Präsentationen und ihrer Standinfrastruktur ermöglichen, so Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, in einem Statement.
Nach wie vor könne die Ausgangslage auf dem Markt für Medizintechnik und Medizinprodukte weltweit als gut bezeichnet werden. Die Basis dafür lieferten steigende Gesundheitsausgaben bedingt durch die einschlägige demografische Entwicklung, ein insgesamt gesteigertes Gesundheitsbewusstsein sowie die Zunahme wohlstandsbedingter Krankheiten auch in zahlreichen Schwellenländern. Schäfer bezieht sich dabei u.a. auf Aussagen von Deloitte, dass die Verkäufe der Medizintechnik-Industrie global von aktuell rund 330 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 auf gut 470 Milliarden Euro ansteigen werden.
Als einen Megatrend hebt Schäfer die Digitalisierung des Patienten hervor. Was mit wenigen Mini-Programmen für Smartphones und Fitness-Armbändern begann, werde künftig die Behandlung, z. B. auch nach einem stationären Aufenthalt zu Hause, wesentlich prägen. Immer mehr auch medizinisch relevante Körperdaten könnten sprichwörtlich im Handumdrehen erfasst, verarbeitet und übermittelt werden. Gleich, ob eine Zulassung als Medizinprodukt in der Kombination von Hard- und Software vorliegt, seien es die gesundheitsbewussten Patienten, die bereits jetzt damit umgehen und zunehmend ihre behandelnden Ärzte mit den selbst erfassten Daten konfrontieren. Schäfer: "Diese Entwicklung wird sich noch verstärken, zu attraktiv erscheint der Vorteil für Patienten. Wer wie selbstverständlich sein Smartphone, einen Tablet-PC oder künftig seine Smartwatch zur Organisation des Alltags nutzt, wird im (pflegebedürftigen) Alter erst recht auf digitale Hilfsangebote zurückgreifen, um möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben zu können."
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