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Corona-Pandemie

Medima produziert Mundschutz-Masken

Medima produziert Mundschutz-Masken Medima stellt bis zu 5.000 Mundschutz-Masken pro Woche her. (Foto: Medima)

Virenschutz statt Kälteschutz: Der schwäbische Wäschehersteller Medima stellt ab sofort Baumwoll-Masken für den nicht-medizinischen Bereich her.

Um das Pflegepersonal im Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen, hat das Familienunternehmen Medima aus Albstadt seine Produktion kurzfristig umgestellt. Ab sofort fertigt der traditionsreiche Textilhersteller, der vor allem für qualitativ hochwertige Wärmewäsche steht, Mundschutzmasken für den nicht-medizinischen Bereich.

Medima teilt mit, 5.000 Baumwoll-Masken pro Woche produzieren zu können. Allerdings eigneten sich diese Masken nicht für den intensivmedizinischen Bereich. „Wir fertigen für Pflegepersonal, Sozialstationen, Verkaufspersonal in Supermärkten, Firmen, Behörden oder Privatpersonen”, sagt Geschäftsführer Tobias Katz. Die Produktion soll sich in den kommenden Wochen noch ausweiten.

Das Baumwoll-Material sei sehr dicht und könne so vor Speicheltröpfchen schützen. Da die Dunkelziffer der Corona-Infizierten sehr hoch ist, sei es wichtig, gesunde Menschen nicht unwissentlich anzustecken. Dabei könnten die Baumwoll-Mundschutzmasken helfen. Qualitativ hochwertig genäht, sind alle Medima-Masken kochbar und wiederverwendbar. Auch hier setzt Tobias Katz auf gesellschaftliche Verantwortung. „Wir produzieren langlebige Produkte, die im Kochprogramm maschinenwaschbar und dann wiederverwendbar sind.“ So sei der traditionsreiche Firmenname „Medima – Medizin in Maschen“ heute aktueller denn je.

Durch die rein deutsche Produktion gibt es im Inland weder Probleme mit der Qualitätssicherung noch mit dem Transport. „Wir haben die gesamte Wertschöpfungs-Kette bei uns im Haus“, erklärt Katz. Medima liefert die Schutzmasken direkt aus der Warenlogistik in Albstadt. Viele Anfragen erhalte das Unternehmen aus dem medizinischen Hilfsbereich: So gehörten Sozialstationen und Altenheime zu den ersten Kunden.

Medima wolle aber auch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen. So betrage der Mindestabstand zwischen den Näherinnen zwei Meter. Außerdem informiere die Produktionsleitung über Hygienemaßnahmen.

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