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Neuer Studiengang zum “Orthopädie-Ingenieur” geplant

Neuer Studiengang zum “Orthopädie-Ingenieur” geplant

Die Fachhochschule Dortmund und die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik (Bufa) wollen künftig eng zusammenarbeiten und ein gemeinsames Studienangebot aufbauen. Erster Schritt: Zum Wintersemester 2014/15 wird der neue Studiengang "Orthopädie-Ingenieur" angeboten.

Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten die Partner am 24. März 2014, teilt der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik mit.

Zunehmend elektronisch gesteuerte Hilfsmittel machen die Versorgung von Patienten leichter und effizienter. Die technische Entwicklung führt zu steigenden fachlichen Anforderungen an die ausführenden Orthopädie-Techniker.

Orthopädie-Ingenieur: „Flexibilität für Praxis“

Um diese Fachkräfte angemessen weiter zu qualifizieren, planen die FH Dortmund und die Bufa den Start eines Bachelor- und Masterstudiengangs "Orthopädie-Ingenieur". "Wir haben das neue Studienangebot intensiv gemeinsam vorbereitet. Das neue Studienmodell ist darauf ausgelegt, die notwendige Flexibilität für die Praxis zu bieten", so FH-Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick. Insbesondere seien im Vorfeld Aspekte des Qualifikationsrahmens zu klären gewesen.

Das Angebot funktioniert im Franchise-System, bei dem die FH Dortmund als Franchise-Geberin der Bufa die Durchführung des Programms überträgt. Nach erfolgreichen Abschlussprüfungen werden die Hochschulgrade Bachelor of Engineering bzw. Master of Engineering von der FH Dortmund verliehen. Das berufsintegrierte Studienkonzept soll die betriebliche Praxis und wissenschaftliche Erkenntnisse verzahnen.

Zugangsvoraussetzung zum Bachelor-Studium ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Orthopädie-Techniker-Gesellen. Nach dem Bachelor-Abschluss, der als Fachtheorie der Meisterprüfung anerkannt wird, schließt sich der praktische Teil der Meisterprüfung an. Das Master-Studium führt den berufsintegrierten Ansatz weiter. Ingenieurwissenschaftliche Fächer wie Sensorik, Signalverarbeitung oder Modellrechnung und Simulation erweitern die Kompetenzen. Berufliche und akademische Ausbildung sollen im neuen Studienangebot zusammenwachsen und sich ergänzen sich. Im Master-Studium wird ein neues Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Patient und Hilfsmittel geschaffen. Hier fließen Inhalte der Biomechanik, Ingenieurwissenschaften mit Steuerungstechnik, Signalverarbeitung und Modellbildung sowie der Orthopädie, orthopädischen Chirurgie und der Rehawissenschaften ein.

Die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik ergänzt ihr Lehrangebot in den ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Direktor Stefan Bieringer sagt: "Wir bringen mit dem Orthopädie-Ingenieur nicht nur ein in Deutschland neuartiges Studium auf den Weg, wir stärken damit auch gezielt die Kompetenzen unserer jeweiligen Institutionen. Mit dem berufsintegrierten Studienangebot wird eine echte Verzahnung der handwerklichen und der akademischen Ausbildung erreicht. Das wird die Qualität der Hilfsmittelversorgung weiter stärken."

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Tobias Kurtz / 31.03.2014 - 14:53 Uhr

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